Warum Temporärarbeit im Bau die klügere Wahl für Ihre Bauprojekte ist

Temporärarbeit im Bau gewinnt zunehmend an Bedeutung für Unternehmen, die schnell auf wechselnde Anforderungen reagieren müssen. Die Baubranche ist von Natur aus von Schwankungen geprägt – sei es durch jahreszeitliche Anforderungen, kurzfristige Grossprojekte oder personelle Engpässe. Wir sehen, dass diese Herausforderungen oft schnelle und flexible Lösungen erfordern.

Die Vorteile der Temporärarbeit im Bausektor sind beeindruckend. Unternehmen erhalten Zugang zu qualifiziertem Personal – oft innerhalb kürzester Zeit. Die Vermittlungszeit liegt dabei häufig bei nur 3-5 Tagen. In besonders hektischen Zeiten mit einem grossen Arbeitsfluss kann durch Temporärmitarbeitende wirksam Abhilfe geschaffen werden. Zusätzlich wird der komplette Prozess direkt vom Personalvermittler übernommen, was der HR-Abteilung mehr Zeit für andere Anliegen verschafft.

Nicht zu unterschätzen ist auch die rechtliche Sicherheit. Die Temporärarbeit im Bauwesen basiert auf einem stabilen rechtlichen Fundament, das durch das sogenannte Dreiecksverhältnis zwischen Temporärbüro, Temporärarbeitendem und Einsatzbetrieb charakterisiert wird. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV PV) ist seit 2012 allgemeinverbindlich und sorgt für faire Bedingungen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum Temporärarbeit nicht nur Flexibilität und schnelle Einsatzmöglichkeiten bietet, sondern auch ein hohes Mass an Sicherheit und Stabilität für Ihre Bauprojekte.

Temporärarbeit im Bau: Was steckt dahinter?

Das Konzept der Temporärarbeit im Bausektor ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei handelt es sich um eine spezifische Beschäftigungsform, die sich grundlegend von der klassischen Festanstellung unterscheidet.

Definition und Abgrenzung zur Festanstellung

Bei der Temporärarbeit entsteht ein charakteristisches Dreiecksverhältnis zwischen drei Parteien: dem Temporärarbeitenden, dem Temporärbüro (Verleiher) und dem Einsatzbetrieb (Entleiher). Das Temporärbüro fungiert als rechtlicher Arbeitgeber, stellt den Arbeitsvertrag aus und übernimmt die Lohnzahlung sowie Sozialabgaben. Die tatsächliche Arbeitsleistung erbringt der Arbeitnehmende jedoch im Einsatzbetrieb, der das Weisungsrecht besitzt und Arbeitsort, -zeit sowie konkrete Aufgaben bestimmt. Im Gegensatz dazu besteht bei einer Festanstellung ein direktes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ohne vermittelnde Instanz.

Temporärarbeit in der Bauwirtschaft: Ein wachsender Trend

Die Temporärarbeit hat in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen. Seit den 90er-Jahren hat sich der Anteil temporär Beschäftigter in der Schweiz verfünffacht. Besonders im Bauhauptgewerbe ist dieser Trend deutlich spürbar: Je nach Saison beträgt der Anteil zwischen 10 und 30% der Gesamtbelegschaft. Zudem existieren sogar “neugegründete” Baufirmen, die fast ausschliesslich mit temporär Angestellten operieren. Unter allen Wirtschaftszweigen nutzt das Baugewerbe die Temporärarbeit am häufigsten – knapp die Hälfte (49 Prozent) der Baufirmen setzen temporär Arbeitende ein.

Warum Bauunternehmen zunehmend auf Temporärarbeit setzen

Der Wandel der Baubranche ist ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Bauunternehmen benötigen häufig Personal für kurze, projektbezogene Einsätze – beispielsweise bei einem Gebäudeabbruch, wenn die festangestellten Mitarbeiter nicht ausreichen. Ausserdem herrscht auf Baustellen zunehmend Zeitdruck: “Die Entwicklung, dass alles schneller gemacht und erledigt werden muss, trägt dazu bei, dass Temporäre immer beliebter werden”.

Für Unternehmen ist der Spitzenausgleich das Hauptmotiv zur Nutzung von Temporärarbeit (69 Prozent der Unternehmen bewerten dies als sehr wichtig). Dadurch können sie ihre Belegschaft bedarfs- und auftragsgerecht anpassen. Weitere bedeutende Gründe sind die allgemeine Flexibilisierung der Belegschaft (38 Prozent) sowie der Ersatz von abwesendem Personal (35 Prozent).

Temporärarbeit ist allerdings nicht nur ein Notbehelf, sondern erfüllt eine wichtige Pufferfunktion, um rezessionsbedingte Schwankungen abzufedern und verhindert möglicherweise höhere Arbeitslosenzahlen.

Einsatzbereiche und gefragte Fachkräfte

In der vielfältigen Landschaft der Bauwirtschaft erstreckt sich die Temporärarbeit über zahlreiche Gewerke und Spezialisierungen. Die Mehrheit der Temporärarbeitenden wird im Baugewerbe und in der Industrie eingesetzt, wobei die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften stetig wächst.

Typische Gewerke: Vom Elektriker bis zum Fassadenmonteur

Das Spektrum der gefragten Berufsbilder im Temporärbereich ist beeindruckend breit. Besonders Elektroinstallationstätigkeiten stehen hoch im Kurs – von der Grundinstallation bis hin zu komplexen Elektrosystemen in Neu- und Umbauten. Daneben sind Fachkräfte wie Maurer, Poliere, Kranführer und Baggerführer zunehmend gesucht. Diese Engpassberufe stellen keine abstrakte Prognose dar, sondern eine gegenwärtige Herausforderung für die Branche.

Interessanterweise arbeiten etwa doppelt so viele Männer wie Frauen in Temporärjobs, was hauptsächlich auf den höheren Anteil männerdominierter Berufsbranchen im Temporärbereich zurückzuführen ist. Während Frauen überwiegend im administrativen Bereich tätig sind, findet man Männer vermehrt in handwerklichen und technischen Berufen.

Spezialisten für Photovoltaik, Tiefbau und Innenausbau

Besonders gefragt sind aktuell Spezialisten wie Einschaler, Schweisser, Elektriker für Photovoltaikanlagen und Fassadenmonteure. Diese Fachkräfte decken Aufgaben ab, für die Unternehmen kurzfristig oft kein eigenes Personal haben. Die Nachfrage konzentriert sich ausserdem auf:

  • Tiefbauprojekte (Tiefbauer, Baggerfahrer, Pflasterer)
  • Innenausbau und Renovierung (Trockenbauer, Maler, Bodenleger)
  • Metall- und Schlosserarbeiten (Metallbauer, Schweisser)

In der Ostschweiz, wo grosse Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden, ist die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften ebenfalls hoch. Die Digitalisierung und der technische Fortschritt haben zudem die Anforderungen an Bauarbeiter verändert – moderne Baustellen setzen zunehmend auf automatisierte Maschinen und digitale Planungswerkzeuge.

Beispiel: Einschätzung von Roberto Laezza (planova human capital AG)

Roberto Laezza, CEO der planova human capital AG mit Hauptsitz in Zug, unterstreicht die Bedeutung der Temporärarbeit als Brücke zurück in den Arbeitsmarkt. Seine Firma verzeichnet jährlich etwa 15.000 Personalvermittlungsaktivitäten und hat sich auf die Vermittlung hochqualifizierter Fachkräfte spezialisiert.

“Temporärarbeit bietet eine Möglichkeit, Aussteiger wieder in den Beruf zurückzuführen”, betont Laezza. Dabei kann diese Arbeitsform sowohl den Flexibilitätsbedürfnissen der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber entgegenkommen. Die planova human capital AG schafft durch ihr umfangreiches Netzwerk an Kontakten eine effiziente Brücke zwischen Arbeitssuchenden und Unternehmen.

Laut Laezza wird sogar die Nachfrage nach Führungskräften in der Zeitarbeit immer grösser, da Unternehmen zunehmend erkennen, dass auch Führungspositionen von temporären Arbeitsverhältnissen profitieren können.

Temporärarbeiterin im Handwerk: Chancen und Herausforderungen

Für Frauen bietet die Temporärarbeit im Handwerk sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Obwohl der Anteil weiblicher Fachkräfte geringer ist, zeigt sich eine steigende Tendenz, besonders im administrativen Bereich und bei Hilfsarbeiten.

Allerdings ist die Altersstruktur bemerkenswert: Der grösste Anteil der Temporärarbeitenden ist zwischen 26-40 Jahren alt, wobei eine steigende Tendenz bei den Über-40-Jährigen sowie eine wachsende Beliebtheit bei den Unter-26-Jährigen zu beobachten ist. Das Ausbildungsniveau der Temporärarbeitenden zeigt seit Jahren eine positive Entwicklung – etwas mehr als die Hälfte hat einen Lehrabschluss, etwa 7% verfügen über eine Berufsmatura und rund 12% über eine Hochschulausbildung.

Vorteile für Bauunternehmen und Projekte

Die Temporärarbeit bietet für Bauunternehmen handfeste wirtschaftliche Vorteile. Angesichts zunehmender Wettbewerbsintensität und Termindruck können diese entscheidend für den Projekterfolg sein.

Schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte

In der Baubranche, wo Zeit buchstäblich Geld bedeutet, ist die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit qualifizierte Fachkräfte einzusetzen, von unschätzbarem Wert. Die durchschnittliche Vermittlungszeit beträgt dabei lediglich 3-5 Tage. Diese Schnelligkeit reduziert nicht nur Ausfallzeiten auf Baustellen, sondern minimiert ausserdem Risiken durch Verzögerungen. Temporärarbeitende profitieren ebenfalls von dieser Dynamik, da sie in der Regel sehr schnell wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.

Flexibilität bei Auftragsspitzen und Ausfällen

Unternehmensbefragungen belegen die Hauptgründe für den Einsatz von Temporärarbeit: Deckung von kurzfristigem Personalbedarf (82%), Engagement von Fachkräften für Projektarbeiten (67%) und Abdeckung saisonaler Schwankungen (66%). Darüber hinaus schätzen 46% der Betriebe die Möglichkeit, potenzielle neue Mitarbeitende kennenzulernen. Besonders vorteilhaft sind dabei die kurzen Kündigungsfristen in den ersten drei Monaten – nur zwei Tage.

Planbare Kosten und geringerer Rekrutierungsaufwand

Ein zentraler Vorteil für Einsatzunternehmen liegt darin, dass der Aufwand für die Rekrutierung entfällt, da diesen weitgehend das Temporärbüro übernimmt. Zusätzliche Kostenvorteile entstehen durch:

  • Auslagerung fixer Lohnkosten
  • Wegfall administrativen Aufwands
  • Keine Belastung durch Sozialversicherungsabwicklung
  • Mehr Ressourcen für das Kerngeschäft

Diese Faktoren geben Bauherren sowohl Planungssicherheit als auch finanzielle Flexibilität.

Rechtssicherheit durch Werkverträge und GAV

Die rechtssichere Gestaltung befristeter Beschäftigungen auf Basis von Werkverträgen schafft transparente Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV) sorgt für verbindliche Regeln und sichert Arbeitnehmerrechte. Ebenso kümmert sich der Personaldienstleister um sämtliche Sozialversicherungen – von der Pensionskasse über AHV bis zur Unfallversicherung.

Beispiel: Zusammenarbeit mit planova human capital ag

Die planova human capital ag demonstriert als etabliertes Temporärbüro die praktischen Vorteile: Seit über 30 Jahren fungiert das Unternehmen als Brücke zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Mit einem umfangreichen Netzwerk von Unternehmen und Fachkräften im Bau- und Industriegewerbe gewährleistet planova schnelle Vermittlungszeiten. Dabei besteht ein besonderer Fokus auf die Anpassung an neue Technologien und Branchentrends, was die Qualifikation der vermittelten Arbeitskräfte sicherstellt.

Rechtliche und soziale Absicherung

Die rechtliche Strukturierung der Temporärarbeit bildet das solide Fundament für diese flexible Beschäftigungsform im Baugewerbe und schützt alle Beteiligten.

Das Dreiecksverhältnis: Wer trägt welche Verantwortung?

Das Temporärbüro fungiert als rechtlicher Arbeitgeber, verantwortet Lohnzahlungen und rechnet mit Sozialkassen und Steuerbehörden ab. Der Einsatzbetrieb hingegen trägt die Gefahr für mögliche Schlechterfüllung der Arbeitsleistung, während der Verleiher nur für die gute Auswahl des Arbeitnehmers haftet. Zudem steht dem Einsatzbetrieb das Weisungsrecht zu, allerdings auch die Fürsorgepflicht. Diese Aufteilung entlastet den Einsatzbetrieb vom administrativen Aufwand einer direkten Anstellung.

SECO-Bewilligung und GAV als Sicherheitsgarantie

Das Temporärbüro muss über eine SECO-Bewilligung verfügen, um Personal legal verleihen zu dürfen. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV PV) ist seit 2012 allgemeinverbindlich und regelt verbindlich Arbeitsbedingungen für über 360.000 Temporärarbeitende in der Schweiz. Dieser Vertrag gewährleistet Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien und Feiertage.

Sozialversicherungen: UVG, BVG, ALV, KTG

Temporärarbeitende sind ab dem ersten Tag umfassend sozialversichert:

  • Unfallversicherung (UVG): Absicherung bei Berufs- und Nichtberufsunfällen
  • Berufliche Vorsorge (BVG): Greift ab einem Jahresverdienst von etwa CHF 22.000
  • Arbeitslosenversicherung (ALV): Volle Integration
  • Krankentaggeldversicherung (KTG): Bietet 80% Lohnersatz ab dem dritten Krankheitstag für bis zu 730 Tage

Was passiert bei Krankheit oder Unfall?

Bei Krankheit oder Unfall sind Temporärarbeitende durchgehend abgesichert – unabhängig davon, ob der Einsatz nur wenige Tage dauert oder über Monate geht. Selbst bei einem raschen Wechsel von einer zur nächsten Baustelle bleibt die Absicherung bestehen. Die Krankentaggeldversicherung sorgt für finanzielle Stabilität auch bei längeren Ausfällen.

Nachteile Temporärarbeit: Was man wissen sollte

Allerdings bringt Temporärarbeit nicht nur Vorteile. Temporärarbeitende erleben häufig ein geringeres Zugehörigkeitsgefühl und Einkommensunsicherheit. Zudem kann eine negative Wahrnehmung durch potenzielle zukünftige Arbeitgeber entstehen. Die Kündigungsfristen sind deutlich kürzer – in den ersten drei Monaten nur zwei Tage. Ältere Arbeitnehmer mit familiären Verpflichtungen benötigen jedoch Planungssicherheit und sollten nicht mit der ständigen Angst vor kurzfristiger Kündigung leben müssen.

Fazit

Temporärarbeit im Bausektor hat sich zweifellos als vielseitiges Instrument für moderne Bauunternehmen etabliert. Der deutliche Anstieg – eine Verfünffachung seit den 90er-Jahren – spricht für sich und zeigt, wie wertvoll diese Beschäftigungsform geworden ist. Besonders die schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte innerhalb weniger Tage macht Temporärarbeit zu einer unverzichtbaren Option bei Auftragsspitzen oder personellen Engpässen.

Die rechtliche Absicherung durch den GAV Personalverleih schafft dabei klare Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. Temporärarbeitende geniessen umfassenden Versicherungsschutz, während Bauunternehmen von administrativer Entlastung und planbaren Kosten profitieren. Das charakteristische Dreiecksverhältnis zwischen Temporärbüro, Arbeitnehmer und Einsatzbetrieb funktioniert somit zum Vorteil aller Parteien.

Trotz einiger Nachteile wie kürzerer Kündigungsfristen und möglicher Einkommensunsicherheit überwiegen die Vorteile für die Baubranche deutlich. Gerade angesichts wachsender Digitalisierung und steigender Komplexität von Bauprojekten bietet Temporärarbeit die nötige Flexibilität, um schnell auf Marktanforderungen zu reagieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer als Bauunternehmen wettbewerbsfähig bleiben will, sollte Temporärarbeit als strategische Option ernsthaft in Betracht ziehen. Die Kombination aus Flexibilität, schneller Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und klarer rechtlicher Strukturierung macht sie zur klugen Wahl für zukunftsorientierte Bauprojekte. Letztendlich bietet Temporärarbeit genau jene Anpassungsfähigkeit, die moderne Bauvorhaben erfordern – ohne dabei Qualität oder Sicherheit zu gefährden.

FAQs

Q1. Wie unterscheidet sich Temporärarbeit von einer Festanstellung im Baugewerbe? Bei der Temporärarbeit entsteht ein Dreiecksverhältnis zwischen Temporärarbeitendem, Temporärbüro und Einsatzbetrieb. Das Temporärbüro ist der rechtliche Arbeitgeber, während der Einsatzbetrieb das Weisungsrecht hat. Bei einer Festanstellung besteht ein direktes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Q2. Welche Vorteile bietet Temporärarbeit für Bauunternehmen? Temporärarbeit ermöglicht eine schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, Flexibilität bei Auftragsspitzen, planbare Kosten und einen geringeren Rekrutierungsaufwand. Zudem bietet sie Rechtssicherheit durch Werkverträge und den Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih.

Q3. Wie sind Temporärarbeitende im Bausektor sozial abgesichert? Temporärarbeitende sind ab dem ersten Tag umfassend sozialversichert. Dies umfasst Unfallversicherung, berufliche Vorsorge, Arbeitslosenversicherung und Krankentaggeldversicherung. Bei Krankheit oder Unfall sind sie durchgehend abgesichert, unabhängig von der Einsatzdauer.

Q4. In welchen Bereichen des Baugewerbes werden Temporärarbeitende besonders nachgefragt? Besonders gefragt sind Spezialisten wie Elektriker, Maurer, Poliere, Kranführer, Baggerführer, sowie Fachkräfte für Photovoltaik, Tiefbau und Innenausbau. Auch Metallbauer, Schweisser und Fassadenmonteure sind häufig als Temporärarbeitende im Einsatz.

Q5. Gibt es auch Nachteile bei der Temporärarbeit im Bausektor? Ja, Temporärarbeitende erleben oft ein geringeres Zugehörigkeitsgefühl und Einkommensunsicherheit. Die Kündigungsfristen sind deutlich kürzer, was besonders für ältere Arbeitnehmer mit familiären Verpflichtungen problematisch sein kann. Zudem kann eine negative Wahrnehmung durch potenzielle zukünftige Arbeitgeber entstehen.