Jan 5
Innenaufstellung von Wärmepumpen: Schallschutz & Effizienz im Fokus

Wärmepumpe Innenaufstellung bietet beeindruckende Vorteile für Hauseigentümer. Während unsere innenaufgestellte Sole-Wasser-Wärmepumpe einen Schallpegel von nur 50 dB(A) erreicht, erzeugt ein gewöhnlicher Kühlschrank bereits 55 dB(A) und eine Waschmaschine sogar 75 dB(A). Diese leise Betriebsweise macht die Innenaufstellung besonders attraktiv.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe Innenaufstellung überzeugt zusätzlich durch erhebliche Kosteneinsparungen. Dadurch, dass Wärmepumpen natürliche Wärme aus der Umgebung nutzen, sinkt der Strombedarf um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu fossilen Heizsystemen. Bei der Planung spielt auch der Platzbedarf eine wichtige Rolle – die maximale Aufstellfläche beträgt 1.800 x 850 mm, was genau dem Raum entspricht, den Waschmaschine und Trockner mit etwas Geräteabstand benötigen. In diesem Artikel betrachten wir die wesentlichen Aspekte der Wärmepumpe Innenaufstellung mit besonderem Fokus auf Schallschutz und Effizienz. Wir zeigen, wie eine möglichst leise Wärmepumpe zu den wirkungsvollsten Massnahmen für den Lärmschutz gehört.
Unterschiede zwischen Innen- und Aussenaufstellung von Wärmepumpen
Bei der Wahl des idealen Aufstellorts für eine Wärmepumpe stehen Hausbesitzer vor einer grundlegenden Entscheidung. Etwa 90 Prozent aller Luft-Wasser-Wärmepumpen werden im Aussenbereich installiert, während die Innenaufstellung deutlich seltener vorkommt. Diese Verteilung hat sowohl technische als auch praktische Gründe, die wir nachfolgend genauer betrachten.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Innenaufstellung vs. Aussenaufstellung
Bei der Aussenaufstellung wird die Wärmepumpe mit allen Komponenten ausserhalb des Gebäudes platziert, wo sie die Aussenluft direkt als Wärmequelle erschliesst. Das erwärmte Heizwasser wird anschliessend über isolierte Leitungen zum Wärmespeicher im Gebäudeinneren geleitet. Diese Variante erfordert lediglich einen stabilen Betonsockel und minimale Wanddurchbrüche für die Heizungsrohre. Üblicherweise erfolgt die Montage innerhalb eines Tages.
Im Gegensatz dazu befindet sich bei der Innenaufstellung das komplette Gerät im Hausinneren. Die benötigte Aussenluft wird über Luftkanäle angesaugt und wieder abgeführt. Dafür sind allerdings grössere Wanddurchbrüche notwendig – mindestens 50 x 50 cm gross. Diese müssen ausreichend weit voneinander entfernt sein, um einen thermischen Kurzschluss zu vermeiden.
Bezüglich der Effizienz gibt es zwischen beiden Aufstellungsvarianten kaum nennenswerte Unterschiede. Vielmehr entscheiden praktische Erwägungen und bauliche Gegebenheiten über die optimale Lösung.
Platzbedarf und Nutzung von Keller- oder Technikräumen
Für eine Innenaufstellung wird ein Raum mit mindestens 2 x 2 Metern Grundfläche empfohlen. Idealerweise befindet sich die Wärmepumpe in einem gut belüfteten Raum mit ebenem, tragfähigem Untergrund. Eine Eckposition bietet dabei Vorteile für die Luftführung und vermindert die Gefahr eines thermischen Kurzschlusses.
Folgende Räume eignen sich besonders für die Innenaufstellung:
- Keller: Ideal wegen guter Dämmung und ausreichendem Platzangebot
- Hauswirtschaftsraum: Platzsparend für kompakte Modelle
- Technikraum: Gut für die Schallisolierung
- Garage oder Nebengebäude: Bietet Schutz, erfordert aber gute Wärmedämmung
Bei der Planung sollten die Transportwege berücksichtigt werden: Passt die Wärmepumpe durch alle Türen? Ist eine separate Einbringöffnung nötig? Besonders in Altbauten mit engen Kellertreppen kann dies zum Hindernis werden.
Schallquellen bei Innen- und Aussenaufstellung im Vergleich
Die Geräuschentwicklung stellt einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Installationsarten dar. Bei der Innenaufstellung liegt die durchschnittliche Lautstärke einer Luftwärmepumpe zwischen 48 und 57 dB(A), während sie bei der Aussenaufstellung etwa 56 bis 63 dB(A) beträgt. Zum Vergleich: Eine innenaufgestellte Anlage ist im Betrieb etwa so laut wie ein Kühlschrank.
Bei der Aussenaufstellung muss ein Mindestabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück eingehalten werden, um Lärmbelästigungen zu vermeiden. Zudem spielt die Positionierung eine wichtige Rolle: Der Abluftstrom sollte möglichst zur Strasse hin und nicht zu Terrassen oder Gehwegen ausgerichtet sein.
Bei der Innenaufstellung verbreitet sich der Schall hauptsächlich über:
- Körperschall durch Boden und Wände
- Luftschall über Fenster, Treppenhaus oder Kellerdecke
- Schallemissionen über Lichtschächte
- Zisch- und Pfeifgeräusche im Abtaubetrieb über Luftkanäle
Für eine optimale Schalldämmung bei der Innenaufstellung empfiehlt sich die Verwendung von schallabsorbierenden Materialien, während im Aussenbereich ein Betonfundament mit untergelegter Gummiplatte oder eine Aufstellung auf Rasenfläche schallmindernd wirkt.
Unabhängig von der gewählten Variante bieten moderne Wärmepumpen dank fortschrittlicher Technologie deutlich verbesserte Schalldämmung und leisere Betriebsweise als frühere Generationen.
Technische Anforderungen an die Innenaufstellung
Die technische Umsetzung einer Wärmepumpe im Innenbereich erfordert eine sorgfältige Planung verschiedener baulicher Aspekte. Während die grundsätzliche Entscheidung zwischen Innen- und Aussenaufstellung bereits getroffen ist, betrachten wir nun die konkreten technischen Voraussetzungen im Detail.
Traglast und Bodenbeschaffenheit im Aufstellraum
Die Beschaffenheit des Untergrunds spielt eine entscheidende Rolle für den sicheren Betrieb einer innenaufgestellten Wärmepumpe. Der Boden muss eben und vor allem ausreichend tragfähig sein, um das Gewicht der Anlage problemlos zu tragen. Folgende Räumlichkeiten eignen sich besonders gut:
- Keller oder Hauswirtschaftsraum: Diese Bereiche bieten meist optimale Bedingungen und liegen idealerweise in der Nähe der Heizungsanlage
- Garage: Bietet Schutz, erfordert allerdings eine gute Wärmedämmung
- Dachboden: Nur bedingt geeignet – hier muss unbedingt die Tragfähigkeit der Zwischendecke geprüft werden
Der benötigte Platzbedarf beträgt mindestens 2 x 2 Meter für die Wärmepumpe selbst, zuzüglich etwa 50 bis 80 Zentimeter Abstand zur Wand. Dennoch sind moderne innenaufgestellte Wärmepumpen echte Raumwunder – sie benötigen maximal 1.800 x 850 mm Aufstellfläche, vergleichbar mit dem Platz für Waschmaschine und Trockner.
Luftführung: Mit oder ohne Luftkanal
Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Innenaufstellung werden zwei separate Luftkanäle benötigt:
- Ein Zuluftkanal für die Ansaugung der Aussenluft
- Ein Abluftkanal für die Ableitung der abgekühlten Luft
Die Dimensionierung dieser Kanäle hängt direkt von der Leistung der Wärmepumpe ab. Für Einfamilienhäuser kann der Luftstrom bis zu 7000 m³ pro Stunde betragen. Deshalb werden Mindestinnenquerschnitte von 50 x 50 cm bis 80 x 80 cm empfohlen.
Besonders wichtig: Die beiden Luftkanäle dürfen nicht zu nah beieinander liegen, sonst entsteht ein thermischer Kurzschluss – die abgekühlte Abluft wird direkt wieder angesaugt, was die Effizienz stark beeinträchtigt. Idealerweise werden die Wanddurchbrüche an unterschiedlichen Hausseiten platziert oder mit mindestens 2-3 Metern Abstand zueinander.
Wärmepumpe Innenaufstellung ohne Luftkanal: Wann sinnvoll?
Eine Luftwärmepumpe nutzt grundsätzlich die Aussenluft als Wärmequelle und benötigt daher für eine Innenaufstellung zwingend einen Luftkanal. Ohne diesen kann kein Luftaustausch stattfinden, was zu erheblichen Funktionsproblemen führt. Kurz gesagt: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Luftkanal ist bei Innenaufstellung nicht sinnvoll möglich.
Im Gegensatz dazu können andere Wärmepumpentypen wie Sole-Wasser-Wärmepumpen ohne Luftkanäle betrieben werden, da sie ihre Energie aus dem Erdreich beziehen.
Integration in bestehende Heizsysteme
Die Einbindung einer innenaufgestellten Wärmepumpe in ein vorhandenes Heizsystem erfordert eine gründliche Planung. Zunächst müssen die nötigen Anschlüsse berücksichtigt werden:
- Dreiphasiger Stromanschluss mit 400 Volt
- Heizungsvorlauf und -rücklauf
- Kondenswasserableitung (nicht zu unterschätzen: täglich können mehrere Liter anfallen)
Besonders bei älteren Gebäuden mit klassischen Heizkörpern gibt es eine Herausforderung: Diese benötigen oft höhere Vorlauftemperaturen. Hier bieten sich Hochtemperatur-Wärmepumpen an, die Vorlauftemperaturen über 70°C erreichen können. Ausserdem sind eventuell Anpassungen an Heizkörpern oder Rohrleitungen erforderlich.
Die Integration wird vor allem dann einfach, wenn ein Ölheizsystem ersetzt werden soll. Der frei werdende Heizungskeller bietet oft ausreichend Platz, und innenaufgestellte Wärmepumpen sind kompakter als Ölheizungen. Mehr Informationen unter: https://www.haus.de/smart-home/hochtemperatur-waermepumpe-fuer-altbau-38637
Schallschutz bei innenaufgestellten Wärmepumpen
Die Lautstärke einer Wärmepumpe gehört zu den wichtigsten Faktoren bei der Innenaufstellung. Obwohl moderne Geräte deutlich leiser arbeiten als frühere Modelle, ist eine sorgfältige Planung des Schallschutzes unerlässlich für den Wohnkomfort.
Schallleistungspegel bei 2 °C Aussentemperatur
Neu müssen die Schallleistungspegel von Wärmepumpen bei einer Aussentemperatur von 2 °C bestimmt werden. Diese Regelung stellt sicher, dass die Lärmwerte unter realistischen Betriebsbedingungen ermittelt werden. Die Hersteller sind verpflichtet, diese Angaben bis zum 1. November 2024 bereitzustellen. Bis dahin dürfen vorhandene Schallangaben verwendet werden, allerdings basieren zukünftige Lärmschutznachweise auf den präziseren Messungen.
Luftkanäle und deren Schalldämmung
Bei innenaufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die fachgerechte Ausführung der Luftkanäle entscheidend für den Schallschutz. Folgende Punkte müssen beachtet werden:
- Die Luftgeschwindigkeit sollte unter 4 m/s bleiben, um Strömungsgeräusche zu minimieren
- Zwischenräume zwischen Mauerwerk und Kanälen müssen sorgfältig isoliert werden
- Die Wärmepumpe sollte vom Baukörper entkoppelt werden, um Schwingungsübertragungen zu verhindern
- Im Abtaubetrieb entstehende Zisch- und Pfeifgeräusche erfordern zusätzliche Dämmmassnahmen
Besonders problematisch sind Schallemissionen über Lichtschächte und zu kleine oder ungünstig geführte Luftkanäle, die nicht nur den Schallpegel erhöhen, sondern zusätzlich die Anlageneffizienz verringern.
Vergleich: Wärmepumpe vs. Haushaltsgeräte (dB-Werte)
Die durchschnittliche Lautstärke einer innenaufgestellten Luftwärmepumpe liegt zwischen 48 und 57 dB(A). Zum Vergleich: Eine normale Gesprächslautstärke entspricht etwa diesem Bereich. Moderne innenaufgestellte Anlagen sind häufig nicht lauter als ein Kühlschrank. Bei einer Aussenaufstellung beträgt der Schallpegel hingegen etwa 56 bis 63 dB(A).
Einige besonders leise Modelle erreichen sogar Werte deutlich unter 48 dB(A) und sind damit kaum wahrnehmbar. Dies ist insbesondere im Nachtbetrieb wichtig, wenn die meisten Wärmepumpen mit reduzierter Lüfterdrehzahl noch leiser arbeiten.
Lärmschutznachweis nach Cercle Bruit
In der Schweiz ist für jede Luft-Wasser-Wärmepumpe ein Lärmschutznachweis nach den Vorgaben des Cercle Bruit (Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute) erforderlich. Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) stellt dafür auf ihrer Homepage ein anerkanntes Berechnungstool zur Verfügung.
Der Beurteilungspegel Lr wird nach folgender Formel berechnet: Lr = Leq + K1 + K2 + K3 + 10*log(t / t0)
Die von der Anlage erzeugten Lärmimmissionen dürfen die Planungswerte gemäss Anhang 6 LSV nicht überschreiten. Dieser Nachweis muss bei jeder Baugesuchstellung eingereicht werden.
Wärmepumpe Abstand zum Nachbarn in der Schweiz
In der Schweiz gelten klare Vorschriften zum Mindestabstand von Wärmepumpen zu Nachbargrundstücken. Grundsätzlich wird ein Abstand von mindestens 4 Metern empfohlen, um Konflikte zu vermeiden. Die konkreten Anforderungen variieren jedoch je nach Kanton und Gemeinde.
Die Lärmgrenzwerte richten sich nach der Lärmschutzverordnung (LSV) und sind nach Gebietstyp gestaffelt:
- In Wohngebieten liegt der zulässige Geräuschpegel tagsüber bei maximal 55 Dezibel und nachts bei 45 dB
- Für Industriegebiete gelten höhere Grenzwerte von 65 dB tagsüber und 55 dB nachts
Darüber hinaus muss in den meisten Schweizer Kantonen eine Schallschutzberechnung obligatorisch erfolgen. Der Kanton Zürich hat allerdings eigene Lärmschutznachweise entwickelt: LN-1a für einfache und LN-1b für komplexere Fälle.
Energieeffizienz und Umweltaspekte
Die Effizienz einer innenaufgestellten Wärmepumpe lässt sich anhand verschiedener Kennzahlen messen und bewerten. Neben der technischen Einrichtung spielen ökologische Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entscheidung für dieses Heizsystem.

COP-Werte und Jahresarbeitszahl bei Innenaufstellung
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der wichtigste Indikator für die Effizienz einer Wärmepumpe. Eine JAZ von 4,0 bedeutet, dass die Anlage aus 1 kWh Strom mehr als 4 kWh Wärme erzeugt. Bei innenaufgestellten Wärmepumpen variieren die JAZ-Werte je nach Wärmequelle erheblich:
- Luft-Wasser-Wärmepumpen: 2,5 bis 3,0
- Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdkollektoren: 3,5 bis 4,0
- Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonde: 4,0 bis 4,5
- Wasser-Wasser-Wärmepumpen: bis zu 5,0
Im Gegensatz zur JAZ wird der COP-Wert (Coefficient of Performance) unter Laborbedingungen für einen bestimmten Betriebspunkt ermittelt. Er beschreibt das Verhältnis von Wärmeabgabe zu Stromaufnahme. Allerdings sagt nur die JAZ etwas über die tatsächliche Effizienz aus, da sie auf realen Messwerten basiert.
Kältemittel R290: Umweltfreundlich und effizient
Propan (R290) etabliert sich zunehmend als nachhaltiges Kältemittel in modernen Wärmepumpen. Mit einem Global Warming Potential (GWP) von nur 3 ist es nahezu klimaneutral im Vergleich zu synthetischen Alternativen. Zudem bietet R290 hervorragende thermodynamische Eigenschaften, die für eine hohe Effizienz sorgen.
Besonders vorteilhaft: R290-Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C, selbst bei Aussentemperaturen von minus 15 °C. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Bestandsgebäude mit vorhandenen Heizkörpern.
Kombination mit Photovoltaik und Pufferspeicher
Die Verbindung von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage bietet mehrere Vorteile:
- Zwischen 30-50% des Wärmepumpenstroms lassen sich mit eigenem Solarstrom decken
- Der Eigenverbrauch des PV-Stroms wird maximiert
- Die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz steigt
Ein intelligentes Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass überschüssiger Solarstrom thermisch gespeichert wird – etwa in einem Pufferspeicher. Dies ist besonders effizient, da gut gedämmte Pufferspeicher weniger Verluste aufweisen als Batterien.
Wärmepumpe Luft-Wasser Innenaufstellung im Altbau
Entgegen früherer Annahmen funktionieren Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden zuverlässig. Das Fraunhofer Institut bestätigte dies in einer Studie, bei der Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand JAZ-Werte von 2,5 bis 3,8 erreichten.
Allerdings benötigen Altbauten aufgrund ihres höheren Wärmebedarfs meist Wärmepumpen mit höheren Vorlauftemperaturen. Hier kommen R290-Hochtemperatur-Wärmepumpen zum Einsatz, die mit Vorlauftemperaturen über 70 °C auch mit klassischen Heizkörpern effizient arbeiten.
Bei der Innenaufstellung im Altbau ist eine sorgfältige Planung der Luftführung besonders wichtig. Die Kanäle müssen korrekt dimensioniert sein, um die Effizienz nicht zu beeinträchtigen.
Förderprogramme und rechtliche Rahmenbedingungen
Finanzielle Unterstützung und gesetzliche Vorgaben spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für eine innenaufgestellte Wärmepumpe. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stellen sicher, dass die Installation den Umwelt- und Lärmschutzanforderungen entspricht.
Förderbeiträge von Bund, Kanton und Gemeinden
Die Energiestrategie 2050 der Schweiz unterstützt den Einbau von Wärmepumpen durch attraktive Förderprogramme. Das Gebäudeprogramm wird durch einen Teil der CO2-Abgaben auf fossilen Brennstoffen finanziert und von den Kantonen verwaltet. Jeder Kanton legt dabei individuelle Förderkriterien fest.
Die Förderbeträge variieren erheblich nach Region:
- Kanton Aargau: Ab CHF 3’000 für Luft-Wasser-Wärmepumpen und ab CHF 6’000 für Sole-Wasser-Wärmepumpen
- Kanton Basel-Stadt: Bis zu CHF 8’000 plus CHF 250 pro kWth für Luft-Wasser-Wärmepumpen
Wichtig: Die Zusage für Fördergelder muss vor Beginn der Bauarbeiten vorliegen. Neben kantonalen Programmen bieten auch Gemeinden, Energieversorger und Banken zusätzliche Fördermöglichkeiten an.
LSV-Anforderungen für Innenaufstellung
Die Lärmschutzverordnung (LSV) verlangt, dass die Lärmemissionen einer neuen Wärmepumpe so begrenzt werden, dass die Planungswerte nicht überschritten werden. Die Beurteilung erfolgt nach Anhang 6 LSV (Industrie- und Gewerbelärm).
Bei innenaufgestellten Wärmepumpen müssen zudem die Lärminmissionen in den Wohnungen nach der Norm SIA 181 Schallschutz im Hochbau beurteilt werden. Seit dem 1. November 2023 wurden die LSV-Anforderungen für Luft/Wasser-Wärmepumpen konkretisiert.
Wirtschaftlichkeitsgrenze: 1 % Investition für 3 dB Reduktion
Am 29. September 2023 hat der Bundesrat wichtige Änderungen an der Lärmschutzverordnung beschlossen. Demnach gilt bei Luft/Wasser-Wärmepumpen: Weitergehende Emissionsbegrenzungen sind nur erforderlich, wenn mit höchstens 1 Prozent der Investitionskosten eine Lärmreduktion von mindestens 3 dB erzielt werden kann.
Diese Wirtschaftlichkeitsgrenze konkretisiert das Vorsorgeprinzip gemäss Art. 11 Abs. 2 USG. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lärmschutzmassnahmen und Investitionskosten.

Baubewilligungsverfahren und Lärmschutznachweis
Das Aufstellen einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist baubewilligungspflichtig – unabhängig davon, ob die Anlage innen oder aussen aufgestellt wird. Der Cercle Bruit (Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute) stellt eine Web-Applikation für den obligatorischen Lärmschutznachweis bereit.
Im Lärmschutznachweis wird dokumentiert, dass:
- Das Vorsorgeprinzip berücksichtigt wurde
- Die Planungswerte eingehalten werden
- Weitere emissionsreduzierende Massnahmen geprüft wurden
Allerdings kann die Überprüfung der Lärmbelastung auch durch Befugte zur Privaten Kontrolle durchgeführt werden – in einfachen Fällen durch Fachleute aus dem Bereich Heizungsanlagen, bei komplexeren Situationen durch Lärmschutzexperten.
Schlussfolgerung
Wärmepumpen mit Innenaufstellung stellen eine überzeugende Alternative zu aussenaufgestellten Modellen dar. Besonders die deutlich niedrigeren Schallwerte zwischen 48 und 57 dB(A) – vergleichbar mit einem Kühlschrank – machen sie für Wohngebiete attraktiv. Zusätzlich überzeugt der geringe Platzbedarf von maximal 1,8 x 0,85 Metern, wodurch diese Anlagen selbst in kompakteren Räumen Platz finden.
Allerdings müssen wir bei der Planung einer Innenaufstellung verschiedene technische Aspekte berücksichtigen. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, während die Luftkanäle korrekt dimensioniert und positioniert werden müssen, um einen thermischen Kurzschluss zu vermeiden. Gerade die Luftführung spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz des Systems.
Die Energieeffizienz lässt sich anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ) bewerten. Dabei erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen Werte von 2,5 bis 3,0, während Sole-Wasser-Systeme mit Erdsonden sogar JAZ-Werte bis 4,5 erzielen können. Das umweltfreundliche Kältemittel R290 gewinnt zudem an Bedeutung, da es mit einem GWP von nur 3 nahezu klimaneutral ist und gleichzeitig hohe Vorlauftemperaturen ermöglicht.
Schallschutzmassnahmen verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit, damit die Wohnqualität nicht beeinträchtigt wird. Die fachgerechte Ausführung der Luftkanäle und die Entkopplung vom Baukörper minimieren Geräuschemissionen. Ebenso wichtig erscheinen die rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa der Lärmschutznachweis nach Cercle Bruit in der Schweiz und die Einhaltung der Planungswerte gemäss Lärmschutzverordnung.
Die Kombination einer Wärmepumpe mit Photovoltaik und Pufferspeicher erhöht zweifellos die Gesamteffizienz und steigert die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Förderprogramme von Bund, Kantonen und Gemeinden machen den Umstieg auf diese umweltfreundliche Technologie zusätzlich attraktiv – vorausgesetzt, die Zusage erfolgt vor Baubeginn.
Letztendlich bietet die Innenaufstellung einer Wärmepumpe zahlreiche Vorteile, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung. Der Fachbetrieb sollte daher frühzeitig eingebunden werden, um alle baulichen, technischen und rechtlichen Anforderungen optimal umzusetzen und so ein effizientes, leises und umweltfreundliches Heizsystem zu gewährleisten.
FAQs
Q1. Wie laut ist eine innenaufgestellte Wärmepumpe im Vergleich zu Haushaltsgeräten? Eine innenaufgestellte Wärmepumpe erreicht typischerweise einen Schallpegel zwischen 48 und 57 dB(A). Dies ist vergleichbar mit der Lautstärke eines Kühlschranks und deutlich leiser als viele andere Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Staubsauger.
Q2. Welche Vorteile bietet die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage? Die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik ermöglicht es, 30-50% des Wärmepumpenstroms mit eigenem Solarstrom zu decken. Dies maximiert den Eigenverbrauch des PV-Stroms, erhöht die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und verbessert die Gesamteffizienz des Systems.
Q3. Ist eine Wärmepumpe für Altbauten geeignet? Ja, Wärmepumpen können auch in Altbauten effizient eingesetzt werden. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen, insbesondere solche mit dem Kältemittel R290, erreichen Vorlauftemperaturen von über 70°C und sind damit auch für Gebäude mit klassischen Heizkörpern geeignet.
Q4. Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Installation einer Wärmepumpe in der Schweiz? In der Schweiz gibt es verschiedene Förderprogramme auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Die Förderbeiträge variieren je nach Region, können aber mehrere tausend Franken betragen. Wichtig ist, dass die Zusage für Fördergelder vor Beginn der Bauarbeiten vorliegen muss.
Q5. Welche rechtlichen Anforderungen müssen bei der Installation einer innenaufgestellten Wärmepumpe beachtet werden? Die Installation einer Wärmepumpe ist baubewilligungspflichtig. Es muss ein Lärmschutznachweis erbracht werden, der die Einhaltung der Planungswerte gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) bestätigt. Zudem müssen die Lärminmissionen in den Wohnungen nach der Norm SIA 181 beurteilt werden.
Oct 26
Wasserbetten Kaufberater: Walasa vs. Wacore – Alle Unterschiede

Walasa Wasserbetten bieten mit einer Lebensdauer von über 12 Jahren eine beeindruckende Alternative zu herkömmlichen Matratzen. Tatsächlich sind Wasserbetten nicht nur langlebig, sondern werden auch von Krankenkassen als Hilfsmittel für die Anti-Dekubitus-Pflege anerkannt. Wir haben festgestellt, dass viele unserer Kunden besonders die gleichmässige Druckverteilung schätzen, die Rückenschmerzen lindern und die Schlafqualität verbessern kann.
Ein Wasserbett zu kaufen bedeutet jedoch mehr als nur eine Investition in guten Schlaf. Ab €790 pro Seite für ein Doppelbett inklusive Lieferung und Montage, bieten sowohl Walasa als auch Wacore wettbewerbsfähige Preise im Vergleich zu hochwertigen herkömmlichen Matratzen. Zudem kann ein Doppelwasserbett (180×200 cm) mit jährlichen Stromkosten von etwa €127 betrieben werden – ein Betrag, der sich durch reduzierte Heizkosten im Schlafzimmer ausgleichen lässt. Besonders interessant ist ausserdem die Möglichkeit, dass beide Marken ihre Wasserbetten individuell anpassen können, sei es durch die patentierte VAXO-Methode oder körpertypbasierte Konfiguration. In diesem Vergleich untersuchen wir alle wichtigen Unterschiede zwischen Walasa und Wacore, damit Sie die perfekte Wahl für Ihren persönlichen Schlafkomfort treffen können.
Schlafkomfort im Vergleich: Walasa vs. Wacore
Der entscheidende Unterschied zwischen Walasa und Wacore Wasserbetten liegt in ihren spezifischen Technologien zur Optimierung des Schlafkomforts. Beide Marken haben einzigartige Ansätze entwickelt, die sich in drei Hauptbereichen unterscheiden: der Druckentlastung, den Beruhigungsstufen und der Temperaturregelung.
Druckentlastung: Vlies- vs. Schaumstabilisierung
Das hydraulische Prinzip eines Wasserbettes sorgt grundsätzlich für eine gleichmässige Druckverteilung des Körpers. Dadurch dreht man sich etwa 2-3 mal weniger als auf konventionellen Matratzen, was die Tiefschlafphase wesentlich verlängert. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Herstellern liegt jedoch in der Stabilisierungsmethode.
Wacore setzt auf die bewährte Vliesstabilisierung. Diese Vliese schweben in der Wassermatratze und beruhigen jede Wellenbewegung. Ein besonderer Vorteil: Die Vliese beeinträchtigen nicht die druckentlastenden Eigenschaften des Wasserbettes.
Im Gegensatz dazu experimentierte Walasa mit Schaumeinlagen, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. Während Schaumeinlagen ein festeres Liegegefühl bieten, können sie die Formstabilität einer herkömmlichen Matratze ähneln. Allerdings ist der Einsatz von Schaum im Wasser aus hygienischer Sicht umstritten, da Schäume Rohölträger sind und nicht primär für den Einsatz im Wasser konzipiert wurden.
Bei beiden Technologien bleibt das wesentliche Merkmal erhalten: Die Wirbelsäule liegt immer in anatomisch richtiger Position, egal ob in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage, da sich die Wassermatratze jeder neuen Position sofort anpasst.
Beruhigungsstufen: Individuelle Anpassung bei beiden Marken
Die Beruhigungsstufen bestimmen, wie schnell sich die Wasserbewegungen nach einer Bewegung im Bett beruhigen. Hier bieten beide Hersteller differenzierte Lösungen an.
Wacore präsentiert mit seiner Skyline-Serie vier Beruhigungsstufen:
- Skyline 6L: 100% stabilisiert, sofort beruhigt
- Skyline 4L: 85% stabilisiert, beruhigt nach 0,5 Sekunden
- Skyline 3L: 70% stabilisiert, beruhigt nach 1-2 Sekunden
Besonders hervorzuheben ist das einzigartige Dehnungsmuster (Feathertop) der Matratzenoberfläche bei Wacore. Diese Feathertop-Wassermatratzen zeichnen sich durch eine um etwa 15% verbesserte Anpassungsfähigkeit zwischen Matratze und Körper aus.
Zusätzlich bietet Wacore je nach Modell Lendenunterstützungen an, die für noch mehr Komfort sorgen und eine unterstützende Wirkung im Lendenwirbelbereich haben. Dies ist besonders wichtig, da durch die richtige Unterstützung die Wirbelsäule entlastet wird, sodass sich die Bandscheiben entspannen können, was bei Ischiasproblemen oder Rückenschmerzen spürbare Linderung bringen kann.
Temperaturregelung: Heizsysteme im Vergleich
Ein wesentlicher Vorteil beider Wasserbettmarken ist die individuell regulierbare Heizung. Dabei stehen zwei Technologien zur Auswahl: Carbon- und Keramikheizungen.
Carbon-Heizungen, die neueste Generation:
- Grössere Heizfläche (860 mm x 300 mm)
- Wärmeübergang von fast 99,9%
- Schnellere Erwärmung des Wasserbettes
- Temperaturbereich von 26°C bis 36°C
Keramik-Heizungen, die klassische Variante:
- Kleinere Bauform (ca. 40×40 cm)
- Einfacherer Austausch ohne komplettes Ablassen des Wassers
- Temperaturbereich von 25°C bis 35°C
- Langsamere Erhitzung (ca. 1°C pro Tag)
Die ideale Temperatur liegt für die meisten Menschen bei etwa 28°C, wobei der Stromverbrauch je nach Modell, Raumtemperatur und Isolierung zwischen 3 und 12 Franken monatlich liegen kann. Die energiesparenden Modelle beider Hersteller liegen jedoch deutlich unter 8 Franken pro Monat.
Durch diese Temperaturregulierung bietet das Wasserbett im Winter ein wohlig warmes Gefühl, während es im Sommer mit niedrigeren Temperaturen (26°C) für angenehme Kühle sorgt – ein Komfortvorteil, den beide Marken gleichermassen bieten.
Individuelle Anpassung und Beratung
Bei der Wahl eines Wasserbettes spielt die individuelle Anpassung eine entscheidende Rolle für den optimalen Schlafkomfort. Sowohl Walasa als auch Wacore haben unterschiedliche Ansätze entwickelt, um ihre Wasserbetten an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen.
Körpertyp-basierte Konfiguration bei Walasa
Walasa wasserbetten setzt auf eine umfassende Beratung, die den unterschiedlichen Körperbau und Schlafstil der Kunden berücksichtigt. “Wir alle haben einen unterschiedlichen Körperbau und Schlafstil. Somit ist es essentiell herauszufinden, welches Schlafsystem das richtige für Sie ist”. In der grosszügigen Ausstellung von Walasa können Kunden die beliebtesten Schlafsysteme testen und erhalten eine individuelle Beratung, um das passende System für ihren persönlichen Schlafstil zu finden.
Der Beratungsprozess bei Walasa beginnt mit einer ausführlichen Analyse des Körpertyps und der bevorzugten Schlafposition. Dabei wird besonders darauf geachtet, welche Bereiche des Körpers besondere Unterstützung benötigen. Denn jeder Mensch ist anders und hat spezifische Anforderungen an sein Schlafsystem. Die Experten von Walasa helfen den Kunden, aus den verschiedenen Optionen das ideale Wasserbett auszuwählen, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.
VAXO-Algorithmus bei Wacore
Im Gegensatz dazu nutzt Wacore eine technologisch fortschrittlichere Methode – den patentierten VAXO-Algorithmus. Dieses System erstellt ein detailliertes 3D-Modell des Körpers, das als Grundlage für die massgeschneiderte Wasserbettmatratze dient. “Mit unserem hier in Deutschland patentierten Verfahren VAXO erstellen wir von Ihnen ein 3D Modell als Basis für Ihre neue Wassermatratze”.
Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, diese Vermessung sogar von zu Hause aus durchzuführen. Wacore sendet dafür eine spezielle VAXO-Vermessungsbox an die Kunden, die alle notwendigen Utensilien für eine einfache und bequeme Durchführung der Messung enthält. Nach der Analyse werden die Daten verwendet, um eine individuell angepasste Wasserbettmatratze herzustellen.
Wacore betont: “Wir glauben nicht an one size fits all. Jeder Mensch hat eine unterschiedliche Anatomie und individuelle Schlafgewohnheiten”. Der Algorithmus berechnet nach dem patentierten Verfahren die perfekte Wasserbett-Matratze, indem er tausende Datenpunkte analysiert, die seit 2011 gesammelt wurden.
Die massgeschneiderten Matratzen werden anschliessend in der Manufaktur in Bad Lippspringe gefertigt und verschweisst. “Diese Matratzen sind so exakt auf Ihren Körper eingestellt, dass Sie jeden Morgen ohne Schmerzen aufwachen und sich wie neugeboren fühlen werden”.
Kissenempfehlung und Schlafposition
Die richtige Kissenwahl ist ein oft übersehener, jedoch wesentlicher Aspekt beim Wasserbettkauf. Grundsätzlich gilt: “Flache Kissen eignen sich jedoch am besten für Wasserbetten”. Da bei einem Wasserbett die Schulter bereits in die Matratze einsinkt, wird kein so hohes Kissen benötigt wie bei herkömmlichen Matratzen.
Für Wasserbetten werden Kissen mit einer Höhe zwischen 5-10 cm empfohlen. Andere Quellen sprechen von einer maximalen Höhe von 8 cm und einer idealen Grösse von 80×40 cm. Die typischen dicken Kopfkissen, die vom normalen Bett bekannt sind, sind für ein Wasserbett absolut nicht geeignet.
Die Wahl des passenden Kissens hängt stark von der bevorzugten Schlafposition ab:
- Seitenschläfer: Benötigen tendenziell ein etwas höheres Kissen, um den Abstand zwischen Schulter und Kopf auszugleichen.
- Rückenschläfer: Sollten ein flacheres Kissen wählen, um eine Überdehnung der Wirbelsäule zu vermeiden.
Sowohl Walasa als auch Wacore bieten spezielle Messverfahren an, um das ideale Kissen für jeden Kunden zu ermitteln. “Das Kissen muss individuell für die Körperstatur ausgesucht werden”, denn der Abstand zwischen Kopf und Schulter ist bei jedem Menschen unterschiedlich und entscheidend für die Wahl des richtigen Kopfkissens.
Hygiene und Pflegeaufwand
Die regelmässige Pflege eines Wasserbettes ist einfacher als viele vermuten und trägt wesentlich zur Langlebigkeit und Hygiene bei. Sowohl Walasa als auch Wacore haben dafür spezifische Pflegekonzepte entwickelt, die sich in einigen Punkten unterscheiden.
Waschbare Bezüge und Vinylpflege
Die Oberfläche einer Wassermatratze besteht aus Vinyl, das regelmässig gereinigt werden sollte, um Schweissrückstände und Salzkristalle zu entfernen. Der Wa’core Vinylreiniger wurde speziell entwickelt, um Hautschuppen und Salzkristalle zu beseitigen, die durch Körpertranspiration auf dem Vinyl zurückbleiben. Die Anwendung ist einfach:
- Die Vinyloberfläche mit dem Reiniger einsprühen
- Mit einem sauberen Tuch grossflächig abwischen
- Anschliessend mit Vinylpflege einreiben, um das Material weich und geschmeidig zu halten
Es wird empfohlen, diese Reinigung mindestens zweimal jährlich durchzuführen. Bei beiden Herstellern sollten zusätzlich alle entfernbaren Textilien wie Bezugsdeckel oder Hygieneschichten regelmässig gewaschen werden – idealerweise alle 3 Monate.
Walasa bietet mit seinem TOPTEX-Schonbezug einen besonderen Vorteil. Dieser schützt das Kernstück des Bettes vor äusseren Einflüssen, insbesondere vor Salzablagerungen und Hautpartikeln. Der wasserdichte Bezug ist wie ein Spannbettuch abnehmbar und waschbar bis 95°C. Dadurch gelangen Ablagerungen gar nicht erst bis an die Wassermatratze.
Bemerkenswert ist, dass die in den Reinigern enthaltenen Wirkstoffe bei guten Produkten frei von Paraffinölen sind und speziell für die Pflege und Reinigung von Vinylen entwickelt wurden. Zur Webseite : https://www.wacore.com/de/wartung
Konditionierer und Wasserqualität
Stehendes, warmes Wasser bietet ein günstiges Klima für Bakterien. Daher ist der Einsatz eines Konditionierers unerlässlich. Der Fachmonteur fügt bei der Montage eines Wacore-Wasserbettes einen Erst-Konditionierer hinzu – ein biologisch abbaubares Mittel, das eine Bakterienbildung verhindert.
Der Wa’core Erst-Konditionierer enthält ein höheres Wirkstoffkonzentrat und garantiert mindestens 12 Monate einen sicheren Schlaf. Danach sollte im Rhythmus von 6 bzw. 12 Monaten regelmässig ein Wasserbett-Conditioner in die Wassermatratze eingefüllt werden. Allerdings empfehlen andere Quellen, den Conditioner generell halbjährlich anzuwenden.
Die Anwendung ist denkbar einfach: Die Kappe des Einfüllstutzens abschrauben, den Inhalt der Flasche langsam in die Wasserbettmatratze giessen und anschliessend mit der Entlüfterpumpe die eventuell eingedrungene Luft entfernen. Für ein Doppelbett wird eine Flasche Wasserbett-Konditionierer benötigt, bei einem Duo-System mit zwei separaten Matratzen wird der Inhalt aufgeteilt.
Der Konditionierer verhindert nicht nur Bakterien- und Algenbildung, sondern auch die Entstehung von Luftblasen aus eventuellen Algen in der Matratze. Dadurch gehören klatschende Geräusche der Vergangenheit an. Zudem beugt der regelmässige Einsatz von Konditionierer unangenehmen Gerüchen vor und verlängert die Lebensdauer des Wasserbetts.

Milbenresistenz und Allergikerfreundlichkeit
Wasserbetten gelten als ideale Lösung für Allergiker. Die Oberfläche der Wasserkerne besteht aus Vinyl und lässt keinen Schmutz eindringen. Für Milben oder andere Mikroorganismen ist kein Platz, sodass Allergiker ruhig schlafen können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Matratzen, in denen sich der nächtliche Schweiss (bis zu einem Liter pro Nacht) sammelt und einen Nährboden für Hausstaubmilben bildet, kann Schweiss nicht in Wassermatratzen eindringen. Dadurch entsteht keine Feuchtigkeit und somit kein Schimmel im Inneren.
Ein besonderer Vorteil der Walasa Bodyform-Textilauflagen ist der MICROCARE-Bezug. Diese Auflage enthält eine spezielle Acetatfaser mit einem antimikrobakteriellen Additiv, das durch Kontakt mit Feuchtigkeit geringe Mengen aktiven Sauerstoff produziert. Da das Additiv fest in die Faser eingebunden ist, wird der Effekt auch durch mehrmaliges Waschen nicht signifikant reduziert.
Die geheizte Wassermatratze ist dabei zusätzlich hilfreich: Da der Wasserkern in der Regel wärmer ist als die Raumtemperatur, lüftet der Matratzenbezug schneller aus. Die Feuchtigkeit entweicht, und Schimmelpilze haben keinen Nährboden, um sich zu entwickeln.
Bei Wacore wird ebenfalls grosser Wert auf Hygiene gelegt. Alle entfernbaren Textilien sind waschbar, und die glatte Vinyloberfläche lässt sich einfach abwischen. Diese Kombination aus waschmaschinenfesten Bezügen und pflegeleichter Vinyloberfläche macht Wasserbetten zu einer der saubersten Schlafunterlagen, die es derzeit gibt.
Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten
Die finanziellen Aspekte eines Wasserbettkaufs umfassen nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch laufende Kosten und mögliche Finanzierungsoptionen. Ein sorgfältiger Vergleich zwischen Walasa und Wacore kann dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Anschaffungskosten: Einstiegspreise im Vergleich
Die Einstiegspreise für Wacore Skyline Wassermatratzen beginnen bei etwa 630 € für das Modell Sky 3L in der kleinsten Grösse (90×200 cm). Bei steigender Grösse und Qualität erhöhen sich die Preise entsprechend, wobei eine Doppelmatratze in der Grösse 180×200 cm bereits bei 910 € beginnt. Das Premium-Modell Sky6L kostet in der gleichen Grösse etwa 960 €.
Im Vergleich dazu bietet Walasa sein Swiss Edition Wasserbett zu ähnlichen Preisen an, jedoch mit zusätzlichen Vorteilen wie einer 10-jährigen Herstellergarantie und inklusive Lieferung und Montage in der ganzen Schweiz. Ausserdem gewährt Walasa bei bestimmten Aktionen einen Eintauschrabatt von bis zu 1000 CHF für alte Wasserbetten.
Laufende Kosten: Stromverbrauch und Pflege
Der Stromverbrauch eines Wasserbettes variiert je nach Modell, Raumtemperatur und Isolierung. Bei aktuellen Strompreisen liegen die monatlichen Kosten zwischen 3 und 12 Franken. Die energiesparenden Modelle beider Hersteller verursachen jedoch in der Regel Kosten deutlich unter 8 Franken pro Monat.
Andere Quellen bestätigen diese Zahlen und geben an, dass der jährliche Stromverbrauch zwischen 350 kWh und 1250 kWh liegt, was bei einem Durchschnittspreis von 22 Cent pro kWh zwischen 77 € und 275 € pro Jahr entspricht.
Zusätzlich fallen jährliche Pflegekosten für Conditioner und Vinylreiniger an, die jedoch mit unter 10 € pro Jahr minimal sind.
Finanzierungsmodelle: Ratenzahlung bei Walasa vs. Wacore
Besonders attraktiv ist das Finanzierungsangebot von Walasa. In Zusammenarbeit mit bobfinance bietet das Unternehmen eine 0% Finanzierung (bob zero Ratenzahlung) an – zinslos, gebührenfrei und unkompliziert. Die Finanzierung kann für Beträge bis zu 10.000 CHF genutzt werden, wobei der Kaufpreis einfach durch die Anzahl der Monate geteilt wird. Beispiel: Ein Wasserbett für 5000 CHF bei 36 Monaten Laufzeit ergibt eine monatliche Rate von 138,90 CHF.
Die Voraussetzungen für diese Finanzierung sind:
- Privatperson zwischen 25 (21) und 65 Jahren
- Fester Wohnsitz in der Schweiz
- Schweizer Staatsbürgerschaft bzw. Bewilligung C/B
- Keine Betreibungen
- Erfolgreiche Bonitätsprüfung
Zu den Finanzierungsoptionen bei Wacore liegen hingegen weniger konkrete Informationen vor. Allerdings bieten viele Wasserbetthersteller ähnliche Ratenzahlungsmodelle an, oft jedoch mit höheren Zinssätzen als die 0% Finanzierung bei Walasa.
Vorurteile und Realität im Alltag
Rund um Wasserbetten ranken sich zahlreiche Mythen, die viele Menschen verunsichern. Tatsächlich beruhen diese häufig auf veralteten Vorstellungen, die mit modernen Wasserbetten wie denen von Walasa und Wacore nichts mehr gemein haben.
Elektrosmog und Sicherheitsstandards
Die Sorge vor elektromagnetischen Feldern im Schlafbereich ist verständlich, allerdings unbegründet. Die Heizungen moderner Wasserbetten erzeugen zwar niederfrequente Magnetfelder, diese liegen jedoch mindestens um das 100-fache unter dem gesetzlichen Grenzwert. Beide Anbieter verfügen über Heizungen, die deutlich weniger Strahlung aussenden als ein gewöhnlicher Wecker oder eine Nachttischlampe.
Zusätzlich sind Heizung und Wasserkern immer durch die Sicherheitswanne voneinander getrennt. Selbst bei einem Leck kommt die Heizung niemals mit Wasser in Berührung. Die Heizsysteme sind mehrfach abgesichert, wasserdicht nach IP 67 und mit dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit versehen.
Wasserverlust und Leckrisiko
Die wahrscheinlich grösste Angst vieler Interessenten ist das plötzliche Platzen des Bettes. Dennoch kann ich versichern: Dies passiert nicht. Moderne Wasserbetten sind drucklos und äusserst robust. Falls dennoch einmal ein kleines Leck entstehen sollte, tropft das Wasser langsam in eine Sicherheitswanne unter der Matratze.
Bemerkenswert ist zudem, dass man bei einem kleinen Leck weiterhin im Bett schlafen kann. Mit einem speziellen Wasserbett-Reparaturset lassen sich kleine Undichtigkeiten problemlos selbst beheben. Wichtig hierbei: Niemals Fahrradflickzeug oder Sekundenkleber verwenden, da diese das Vinyl schädigen können.

Wärmegefühl: Mythos oder Vorteil?
Die beheizte Liegefläche wird oft als Nachteil angesehen, stellt jedoch einen wesentlichen therapeutischen Vorteil dar. Durch die konstante Wärme wird die Durchblutung gefördert, was besonders bei Rückenproblemen Linderung verschaffen kann.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass Wasserbettnutzer generell längere Tiefschlafphasen verzeichnen. Darüber hinaus muss man sich im Winter nicht mehr in ein kaltes Bett legen – ein Komfortaspekt, den viele Walasa-Kunden besonders schätzen.
Die ideale Temperatur liegt bei etwa 28 Grad Celsius, wobei Frauen tendenziell eine etwas höhere Temperatur (30 Grad im Winter) bevorzugen als Männer (28 Grad). Dank moderner Energiespartechnologie sind die monatlichen Stromkosten mit durchschnittlich 8 bis 12 Euro überschaubar.
Schlussfolgerung
Fazit: Die richtige Wasserbett-Wahl treffen
Nach eingehender Analyse beider Wasserbettmarken zeigt sich deutlich, dass sowohl Walasa als auch Wacore qualitativ hochwertige Produkte anbieten, die sich jedoch in entscheidenden Punkten unterscheiden. Die Vliesstabilisierung von Wacore bietet hervorragende druckentlastende Eigenschaften, während Walasa mit Schaumeinlagen experimentiert, die ein festeres Liegegefühl ermöglichen.
Besonders bemerkenswert erscheint der unterschiedliche Ansatz bei der individuellen Anpassung. Wacore punktet mit seinem patentierten VAXO-Algorithmus, der tausende Datenpunkte analysiert und somit eine präzise massgeschneiderte Matratze garantiert. Walasa setzt hingegen auf eine umfassende persönliche Beratung, die den Körpertyp und Schlafstil berücksichtigt.
Hinsichtlich der Hygiene überzeugen beide Hersteller mit durchdachten Pflegekonzepten. Regelmässige Anwendung von Konditionierern und Vinylreinigern hält die Wassermatratzen in einwandfreiem Zustand. Allerdings bietet Walasa mit dem waschbaren TOPTEX-Schonbezug einen zusätzlichen Vorteil für besonders hygienebewusste Kunden.
Die Preisgestaltung gestaltet sich bei beiden Anbietern ähnlich wettbewerbsfähig, wobei Walasa durch seine attraktive 0%-Finanzierung einen Vorteil bietet. Zudem können die laufenden Stromkosten dank moderner Energiespartechnologie mit durchschnittlich 8-12 Euro pro Monat als überschaubar bezeichnet werden.
Die ursprünglichen Bedenken gegenüber Wasserbetten – sei es Elektrosmog, Leckrisiken oder übermässige Wärme – erweisen sich bei näherer Betrachtung als unbegründet. Tatsächlich wandeln sich vermeintliche Nachteile oft in therapeutische Vorteile um, wie die förderliche Wirkung der gleichmässigen Wärme auf die Durchblutung belegt.
Letztendlich hängt die Entscheidung zwischen Walasa und Wacore von persönlichen Präferenzen ab. Wer Wert auf technologische Innovation und algorithmische Präzision legt, findet bei Wacore mit dem VAXO-System eine optimale Lösung. Menschen, die eine intensive persönliche Beratung und flexible Finanzierungsoptionen schätzen, fühlen sich möglicherweise bei Walasa besser aufgehoben.
Unabhängig von der Wahl – ein hochwertiges Wasserbett stellt zweifelsohne eine lohnende Investition in besseren Schlaf und Gesundheit dar. Die verbesserte Druckentlastung, individuelle Anpassungsfähigkeit und hygienischen Vorteile rechtfertigen den Preis, der durchaus mit hochwertigen konventionellen Matratzen vergleichbar ist. Dazu kommt die beeindruckende Lebensdauer von über 12 Jahren, die ein Wasserbett zu einer langfristig klugen Entscheidung macht.
FAQs
Q1. Wie viel kostet ein hochwertiges Wasserbett? Ein qualitativ hochwertiges Wasserbett liegt preislich zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Die genauen Kosten hängen von Grösse, Ausstattung und Marke ab.
Q2. Welche besonderen Vorteile bietet ein Wasserbett? Wasserbetten passen sich exakt den Körperkonturen an und reduzieren den Auflagedruck. Dies führt zu längeren Tiefschlafphasen, weniger nächtlichen Bewegungen und einem erholsameren Schlaf insgesamt.
Q3. Sind Wasserbetten immer weich? Moderne Wasserbetten können in ihrer Festigkeit variiert werden. Durch Stabilisierungstechniken lässt sich die gewünschte Härte einstellen. Softside-Modelle haben zusätzlich eine feste Schaumstoffumrandung.
Q4. Wie hoch sind die laufenden Kosten eines Wasserbetts? Die monatlichen Stromkosten für ein Wasserbett betragen durchschnittlich 8 bis 12 Euro. Zusätzlich fallen geringe jährliche Kosten für Pflegemittel wie Konditionierer an.
Q5. Sind Wasserbetten hygienisch? Ja, Wasserbetten gelten als sehr hygienisch. Die Vinyloberfläche verhindert das Eindringen von Schmutz und bietet keinen Nährboden für Milben. Regelmässige Pflege mit speziellen Reinigern hält das Bett in einwandfreiem Zustand.
Oct 5
Warum Temporärarbeit im Bau die klügere Wahl für Ihre Bauprojekte ist

Temporärarbeit im Bau gewinnt zunehmend an Bedeutung für Unternehmen, die schnell auf wechselnde Anforderungen reagieren müssen. Die Baubranche ist von Natur aus von Schwankungen geprägt – sei es durch jahreszeitliche Anforderungen, kurzfristige Grossprojekte oder personelle Engpässe. Wir sehen, dass diese Herausforderungen oft schnelle und flexible Lösungen erfordern.
Die Vorteile der Temporärarbeit im Bausektor sind beeindruckend. Unternehmen erhalten Zugang zu qualifiziertem Personal – oft innerhalb kürzester Zeit. Die Vermittlungszeit liegt dabei häufig bei nur 3-5 Tagen. In besonders hektischen Zeiten mit einem grossen Arbeitsfluss kann durch Temporärmitarbeitende wirksam Abhilfe geschaffen werden. Zusätzlich wird der komplette Prozess direkt vom Personalvermittler übernommen, was der HR-Abteilung mehr Zeit für andere Anliegen verschafft.
Nicht zu unterschätzen ist auch die rechtliche Sicherheit. Die Temporärarbeit im Bauwesen basiert auf einem stabilen rechtlichen Fundament, das durch das sogenannte Dreiecksverhältnis zwischen Temporärbüro, Temporärarbeitendem und Einsatzbetrieb charakterisiert wird. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV PV) ist seit 2012 allgemeinverbindlich und sorgt für faire Bedingungen.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum Temporärarbeit nicht nur Flexibilität und schnelle Einsatzmöglichkeiten bietet, sondern auch ein hohes Mass an Sicherheit und Stabilität für Ihre Bauprojekte.
Temporärarbeit im Bau: Was steckt dahinter?
Das Konzept der Temporärarbeit im Bausektor ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei handelt es sich um eine spezifische Beschäftigungsform, die sich grundlegend von der klassischen Festanstellung unterscheidet.
Definition und Abgrenzung zur Festanstellung
Bei der Temporärarbeit entsteht ein charakteristisches Dreiecksverhältnis zwischen drei Parteien: dem Temporärarbeitenden, dem Temporärbüro (Verleiher) und dem Einsatzbetrieb (Entleiher). Das Temporärbüro fungiert als rechtlicher Arbeitgeber, stellt den Arbeitsvertrag aus und übernimmt die Lohnzahlung sowie Sozialabgaben. Die tatsächliche Arbeitsleistung erbringt der Arbeitnehmende jedoch im Einsatzbetrieb, der das Weisungsrecht besitzt und Arbeitsort, -zeit sowie konkrete Aufgaben bestimmt. Im Gegensatz dazu besteht bei einer Festanstellung ein direktes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ohne vermittelnde Instanz.
Temporärarbeit in der Bauwirtschaft: Ein wachsender Trend
Die Temporärarbeit hat in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen. Seit den 90er-Jahren hat sich der Anteil temporär Beschäftigter in der Schweiz verfünffacht. Besonders im Bauhauptgewerbe ist dieser Trend deutlich spürbar: Je nach Saison beträgt der Anteil zwischen 10 und 30% der Gesamtbelegschaft. Zudem existieren sogar “neugegründete” Baufirmen, die fast ausschliesslich mit temporär Angestellten operieren. Unter allen Wirtschaftszweigen nutzt das Baugewerbe die Temporärarbeit am häufigsten – knapp die Hälfte (49 Prozent) der Baufirmen setzen temporär Arbeitende ein.
Warum Bauunternehmen zunehmend auf Temporärarbeit setzen
Der Wandel der Baubranche ist ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Bauunternehmen benötigen häufig Personal für kurze, projektbezogene Einsätze – beispielsweise bei einem Gebäudeabbruch, wenn die festangestellten Mitarbeiter nicht ausreichen. Ausserdem herrscht auf Baustellen zunehmend Zeitdruck: “Die Entwicklung, dass alles schneller gemacht und erledigt werden muss, trägt dazu bei, dass Temporäre immer beliebter werden”.
Für Unternehmen ist der Spitzenausgleich das Hauptmotiv zur Nutzung von Temporärarbeit (69 Prozent der Unternehmen bewerten dies als sehr wichtig). Dadurch können sie ihre Belegschaft bedarfs- und auftragsgerecht anpassen. Weitere bedeutende Gründe sind die allgemeine Flexibilisierung der Belegschaft (38 Prozent) sowie der Ersatz von abwesendem Personal (35 Prozent).
Temporärarbeit ist allerdings nicht nur ein Notbehelf, sondern erfüllt eine wichtige Pufferfunktion, um rezessionsbedingte Schwankungen abzufedern und verhindert möglicherweise höhere Arbeitslosenzahlen.
Einsatzbereiche und gefragte Fachkräfte
In der vielfältigen Landschaft der Bauwirtschaft erstreckt sich die Temporärarbeit über zahlreiche Gewerke und Spezialisierungen. Die Mehrheit der Temporärarbeitenden wird im Baugewerbe und in der Industrie eingesetzt, wobei die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften stetig wächst.
Typische Gewerke: Vom Elektriker bis zum Fassadenmonteur
Das Spektrum der gefragten Berufsbilder im Temporärbereich ist beeindruckend breit. Besonders Elektroinstallationstätigkeiten stehen hoch im Kurs – von der Grundinstallation bis hin zu komplexen Elektrosystemen in Neu- und Umbauten. Daneben sind Fachkräfte wie Maurer, Poliere, Kranführer und Baggerführer zunehmend gesucht. Diese Engpassberufe stellen keine abstrakte Prognose dar, sondern eine gegenwärtige Herausforderung für die Branche.
Interessanterweise arbeiten etwa doppelt so viele Männer wie Frauen in Temporärjobs, was hauptsächlich auf den höheren Anteil männerdominierter Berufsbranchen im Temporärbereich zurückzuführen ist. Während Frauen überwiegend im administrativen Bereich tätig sind, findet man Männer vermehrt in handwerklichen und technischen Berufen.
Spezialisten für Photovoltaik, Tiefbau und Innenausbau
Besonders gefragt sind aktuell Spezialisten wie Einschaler, Schweisser, Elektriker für Photovoltaikanlagen und Fassadenmonteure. Diese Fachkräfte decken Aufgaben ab, für die Unternehmen kurzfristig oft kein eigenes Personal haben. Die Nachfrage konzentriert sich ausserdem auf:
- Tiefbauprojekte (Tiefbauer, Baggerfahrer, Pflasterer)
- Innenausbau und Renovierung (Trockenbauer, Maler, Bodenleger)
- Metall- und Schlosserarbeiten (Metallbauer, Schweisser)
In der Ostschweiz, wo grosse Infrastrukturprojekte vorangetrieben werden, ist die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften ebenfalls hoch. Die Digitalisierung und der technische Fortschritt haben zudem die Anforderungen an Bauarbeiter verändert – moderne Baustellen setzen zunehmend auf automatisierte Maschinen und digitale Planungswerkzeuge.
Beispiel: Einschätzung von Roberto Laezza (planova human capital AG)
Roberto Laezza, CEO der planova human capital AG mit Hauptsitz in Zug, unterstreicht die Bedeutung der Temporärarbeit als Brücke zurück in den Arbeitsmarkt. Seine Firma verzeichnet jährlich etwa 15.000 Personalvermittlungsaktivitäten und hat sich auf die Vermittlung hochqualifizierter Fachkräfte spezialisiert.
“Temporärarbeit bietet eine Möglichkeit, Aussteiger wieder in den Beruf zurückzuführen”, betont Laezza. Dabei kann diese Arbeitsform sowohl den Flexibilitätsbedürfnissen der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber entgegenkommen. Die planova human capital AG schafft durch ihr umfangreiches Netzwerk an Kontakten eine effiziente Brücke zwischen Arbeitssuchenden und Unternehmen.
Laut Laezza wird sogar die Nachfrage nach Führungskräften in der Zeitarbeit immer grösser, da Unternehmen zunehmend erkennen, dass auch Führungspositionen von temporären Arbeitsverhältnissen profitieren können.
Temporärarbeiterin im Handwerk: Chancen und Herausforderungen
Für Frauen bietet die Temporärarbeit im Handwerk sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Obwohl der Anteil weiblicher Fachkräfte geringer ist, zeigt sich eine steigende Tendenz, besonders im administrativen Bereich und bei Hilfsarbeiten.
Allerdings ist die Altersstruktur bemerkenswert: Der grösste Anteil der Temporärarbeitenden ist zwischen 26-40 Jahren alt, wobei eine steigende Tendenz bei den Über-40-Jährigen sowie eine wachsende Beliebtheit bei den Unter-26-Jährigen zu beobachten ist. Das Ausbildungsniveau der Temporärarbeitenden zeigt seit Jahren eine positive Entwicklung – etwas mehr als die Hälfte hat einen Lehrabschluss, etwa 7% verfügen über eine Berufsmatura und rund 12% über eine Hochschulausbildung.

Vorteile für Bauunternehmen und Projekte
Die Temporärarbeit bietet für Bauunternehmen handfeste wirtschaftliche Vorteile. Angesichts zunehmender Wettbewerbsintensität und Termindruck können diese entscheidend für den Projekterfolg sein.
Schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte
In der Baubranche, wo Zeit buchstäblich Geld bedeutet, ist die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit qualifizierte Fachkräfte einzusetzen, von unschätzbarem Wert. Die durchschnittliche Vermittlungszeit beträgt dabei lediglich 3-5 Tage. Diese Schnelligkeit reduziert nicht nur Ausfallzeiten auf Baustellen, sondern minimiert ausserdem Risiken durch Verzögerungen. Temporärarbeitende profitieren ebenfalls von dieser Dynamik, da sie in der Regel sehr schnell wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.
Flexibilität bei Auftragsspitzen und Ausfällen
Unternehmensbefragungen belegen die Hauptgründe für den Einsatz von Temporärarbeit: Deckung von kurzfristigem Personalbedarf (82%), Engagement von Fachkräften für Projektarbeiten (67%) und Abdeckung saisonaler Schwankungen (66%). Darüber hinaus schätzen 46% der Betriebe die Möglichkeit, potenzielle neue Mitarbeitende kennenzulernen. Besonders vorteilhaft sind dabei die kurzen Kündigungsfristen in den ersten drei Monaten – nur zwei Tage.
Planbare Kosten und geringerer Rekrutierungsaufwand
Ein zentraler Vorteil für Einsatzunternehmen liegt darin, dass der Aufwand für die Rekrutierung entfällt, da diesen weitgehend das Temporärbüro übernimmt. Zusätzliche Kostenvorteile entstehen durch:
- Auslagerung fixer Lohnkosten
- Wegfall administrativen Aufwands
- Keine Belastung durch Sozialversicherungsabwicklung
- Mehr Ressourcen für das Kerngeschäft
Diese Faktoren geben Bauherren sowohl Planungssicherheit als auch finanzielle Flexibilität.
Rechtssicherheit durch Werkverträge und GAV
Die rechtssichere Gestaltung befristeter Beschäftigungen auf Basis von Werkverträgen schafft transparente Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV) sorgt für verbindliche Regeln und sichert Arbeitnehmerrechte. Ebenso kümmert sich der Personaldienstleister um sämtliche Sozialversicherungen – von der Pensionskasse über AHV bis zur Unfallversicherung.
Beispiel: Zusammenarbeit mit planova human capital ag
Die planova human capital ag demonstriert als etabliertes Temporärbüro die praktischen Vorteile: Seit über 30 Jahren fungiert das Unternehmen als Brücke zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Mit einem umfangreichen Netzwerk von Unternehmen und Fachkräften im Bau- und Industriegewerbe gewährleistet planova schnelle Vermittlungszeiten. Dabei besteht ein besonderer Fokus auf die Anpassung an neue Technologien und Branchentrends, was die Qualifikation der vermittelten Arbeitskräfte sicherstellt.
Rechtliche und soziale Absicherung
Die rechtliche Strukturierung der Temporärarbeit bildet das solide Fundament für diese flexible Beschäftigungsform im Baugewerbe und schützt alle Beteiligten.
Das Dreiecksverhältnis: Wer trägt welche Verantwortung?
Das Temporärbüro fungiert als rechtlicher Arbeitgeber, verantwortet Lohnzahlungen und rechnet mit Sozialkassen und Steuerbehörden ab. Der Einsatzbetrieb hingegen trägt die Gefahr für mögliche Schlechterfüllung der Arbeitsleistung, während der Verleiher nur für die gute Auswahl des Arbeitnehmers haftet. Zudem steht dem Einsatzbetrieb das Weisungsrecht zu, allerdings auch die Fürsorgepflicht. Diese Aufteilung entlastet den Einsatzbetrieb vom administrativen Aufwand einer direkten Anstellung.
SECO-Bewilligung und GAV als Sicherheitsgarantie
Das Temporärbüro muss über eine SECO-Bewilligung verfügen, um Personal legal verleihen zu dürfen. Der Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (GAV PV) ist seit 2012 allgemeinverbindlich und regelt verbindlich Arbeitsbedingungen für über 360.000 Temporärarbeitende in der Schweiz. Dieser Vertrag gewährleistet Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien und Feiertage.
Sozialversicherungen: UVG, BVG, ALV, KTG
Temporärarbeitende sind ab dem ersten Tag umfassend sozialversichert:
- Unfallversicherung (UVG): Absicherung bei Berufs- und Nichtberufsunfällen
- Berufliche Vorsorge (BVG): Greift ab einem Jahresverdienst von etwa CHF 22.000
- Arbeitslosenversicherung (ALV): Volle Integration
- Krankentaggeldversicherung (KTG): Bietet 80% Lohnersatz ab dem dritten Krankheitstag für bis zu 730 Tage
Was passiert bei Krankheit oder Unfall?
Bei Krankheit oder Unfall sind Temporärarbeitende durchgehend abgesichert – unabhängig davon, ob der Einsatz nur wenige Tage dauert oder über Monate geht. Selbst bei einem raschen Wechsel von einer zur nächsten Baustelle bleibt die Absicherung bestehen. Die Krankentaggeldversicherung sorgt für finanzielle Stabilität auch bei längeren Ausfällen.
Nachteile Temporärarbeit: Was man wissen sollte
Allerdings bringt Temporärarbeit nicht nur Vorteile. Temporärarbeitende erleben häufig ein geringeres Zugehörigkeitsgefühl und Einkommensunsicherheit. Zudem kann eine negative Wahrnehmung durch potenzielle zukünftige Arbeitgeber entstehen. Die Kündigungsfristen sind deutlich kürzer – in den ersten drei Monaten nur zwei Tage. Ältere Arbeitnehmer mit familiären Verpflichtungen benötigen jedoch Planungssicherheit und sollten nicht mit der ständigen Angst vor kurzfristiger Kündigung leben müssen.

Fazit
Temporärarbeit im Bausektor hat sich zweifellos als vielseitiges Instrument für moderne Bauunternehmen etabliert. Der deutliche Anstieg – eine Verfünffachung seit den 90er-Jahren – spricht für sich und zeigt, wie wertvoll diese Beschäftigungsform geworden ist. Besonders die schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte innerhalb weniger Tage macht Temporärarbeit zu einer unverzichtbaren Option bei Auftragsspitzen oder personellen Engpässen.
Die rechtliche Absicherung durch den GAV Personalverleih schafft dabei klare Rahmenbedingungen für alle Beteiligten. Temporärarbeitende geniessen umfassenden Versicherungsschutz, während Bauunternehmen von administrativer Entlastung und planbaren Kosten profitieren. Das charakteristische Dreiecksverhältnis zwischen Temporärbüro, Arbeitnehmer und Einsatzbetrieb funktioniert somit zum Vorteil aller Parteien.
Trotz einiger Nachteile wie kürzerer Kündigungsfristen und möglicher Einkommensunsicherheit überwiegen die Vorteile für die Baubranche deutlich. Gerade angesichts wachsender Digitalisierung und steigender Komplexität von Bauprojekten bietet Temporärarbeit die nötige Flexibilität, um schnell auf Marktanforderungen zu reagieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer als Bauunternehmen wettbewerbsfähig bleiben will, sollte Temporärarbeit als strategische Option ernsthaft in Betracht ziehen. Die Kombination aus Flexibilität, schneller Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und klarer rechtlicher Strukturierung macht sie zur klugen Wahl für zukunftsorientierte Bauprojekte. Letztendlich bietet Temporärarbeit genau jene Anpassungsfähigkeit, die moderne Bauvorhaben erfordern – ohne dabei Qualität oder Sicherheit zu gefährden.
FAQs
Q1. Wie unterscheidet sich Temporärarbeit von einer Festanstellung im Baugewerbe? Bei der Temporärarbeit entsteht ein Dreiecksverhältnis zwischen Temporärarbeitendem, Temporärbüro und Einsatzbetrieb. Das Temporärbüro ist der rechtliche Arbeitgeber, während der Einsatzbetrieb das Weisungsrecht hat. Bei einer Festanstellung besteht ein direktes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Q2. Welche Vorteile bietet Temporärarbeit für Bauunternehmen? Temporärarbeit ermöglicht eine schnelle Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, Flexibilität bei Auftragsspitzen, planbare Kosten und einen geringeren Rekrutierungsaufwand. Zudem bietet sie Rechtssicherheit durch Werkverträge und den Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih.
Q3. Wie sind Temporärarbeitende im Bausektor sozial abgesichert? Temporärarbeitende sind ab dem ersten Tag umfassend sozialversichert. Dies umfasst Unfallversicherung, berufliche Vorsorge, Arbeitslosenversicherung und Krankentaggeldversicherung. Bei Krankheit oder Unfall sind sie durchgehend abgesichert, unabhängig von der Einsatzdauer.
Q4. In welchen Bereichen des Baugewerbes werden Temporärarbeitende besonders nachgefragt? Besonders gefragt sind Spezialisten wie Elektriker, Maurer, Poliere, Kranführer, Baggerführer, sowie Fachkräfte für Photovoltaik, Tiefbau und Innenausbau. Auch Metallbauer, Schweisser und Fassadenmonteure sind häufig als Temporärarbeitende im Einsatz.
Q5. Gibt es auch Nachteile bei der Temporärarbeit im Bausektor? Ja, Temporärarbeitende erleben oft ein geringeres Zugehörigkeitsgefühl und Einkommensunsicherheit. Die Kündigungsfristen sind deutlich kürzer, was besonders für ältere Arbeitnehmer mit familiären Verpflichtungen problematisch sein kann. Zudem kann eine negative Wahrnehmung durch potenzielle zukünftige Arbeitgeber entstehen.
Aug 19
So starten Sie mit professioneller Vermögensverwaltung: Ein Expertenleitfaden

Wussten Sie, dass die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche einen massiven Wandel durchläuft? Einst zählte die Schweiz über 2000 Vermögensverwalter, jedoch ist diese Zahl inzwischen deutlich gesunken. Allein in den vergangenen Monaten gab es ein Dutzend Übernahmen.
Diese schleichende Konsolidierung verdeutlicht, wie wichtig es ist, bei der Wahl eines professionellen Vermögensverwalters gut informiert zu sein. Weltweit verwalten die 500 grössten Vermögensverwalter beeindruckende 113,7 Billionen US-Dollar, wobei der Grossteil dieser Unternehmen in Nordamerika und Europa ansässig ist. Besonders in der Schweiz unterliegt die Vermögensverwaltung strengen regulatorischen Anforderungen – wer gewerbsmässig tätig ist und mehr als 50.000 Franken Bruttoertrag pro Jahr erzielt, benötigt eine FINMA-Bewilligung.
In diesem Expertenleitfaden erklären wir Ihnen, worauf es bei der professionellen Vermögensverwaltung ankommt. Wir beleuchten nicht nur die rechtlichen Grundlagen, sondern auch bewährte Anlageprinzipien wie Vermögensverteilung, Diversifikation und die Integration von ESG-Faktoren. Ausserdem zeigen wir Ihnen, wie Sie die richtige Strategie für Ihre individuellen Bedürfnisse entwickeln können.
Lassen Sie uns gemeinsam den Weg zu einer erfolgreichen Vermögensverwaltung beschreiten!
Was ist professionelle Vermögensverwaltung?
Die professionelle Vermögensverwaltung bezeichnet eine strukturierte Finanzdienstleistung, die sich mit der Verwaltung von in Finanzinstrumenten angelegtem Vermögen befasst. Im Mittelpunkt steht dabei die systematische Betreuung und Optimierung des Kundenportfolios unter Berücksichtigung individueller Risikosituationen und persönlicher Ziele.
Definition und Abgrenzung zur Anlageberatung
Der entscheidende Unterschied zwischen Vermögensverwaltung und Anlageberatung liegt in der Entscheidungsbefugnis. Bei der Vermögensverwaltung erhält der Dienstleister eine Vollmacht, selbstständig Anlageentscheidungen im Namen des Kunden zu treffen. Auf Basis eines Vollmachtsvertrages trifft der Vermögensverwalter eigenständig Entscheidungen innerhalb der vereinbarten Anlagestrategie, ohne für jede Transaktion die Genehmigung des Kunden einholen zu müssen.
Im Gegensatz dazu umfasst die Anlageberatung lediglich die Beratung und Abgabe von Empfehlungen im Hinblick auf Anlageentscheidungen. Der Anlageberater unterstützt mit seinem Fachwissen, während der Kunde letztendlich selbst entscheidet und die Anlagestrategie bestimmt. Ein anschaulicher Vergleich: Die Vermögensverwaltung ähnelt einer Taxifahrt – Sie legen zu Beginn Ziel und Fahrtstil fest, können sich dann aber zurücklehnen und die Entscheidungen dem Fahrer überlassen.
Diese Unterschiede wirken sich auch auf die regulatorischen Anforderungen aus. In der Schweiz benötigen Vermögensverwalter, die gewerbsmässig tätig sind, eine Bewilligung der FINMA und müssen verschiedene finanzielle, personelle sowie organisatorische Anforderungen erfüllen. Anlageberater hingegen unterliegen zwar den aufsichtsrechtlichen Verhaltensregeln des FIDLEG, sind aber nicht bewilligungspflichtig.
Die Hauptaufgabe von Vermögensverwaltern ist die Verwaltung individueller Portfolios. Zusätzlich können sie weitere Dienstleistungen anbieten, beispielsweise Anlageberatung, Portfolioanalyse oder das Anbieten von Finanzinstrumenten. Besonders in volatilen Marktphasen zeigt sich ein wesentlicher Vorteil: Während bei der Anlageberatung schnelle Entscheidungen häufig Ihre Mitwirkung erfordern, kann der Vermögensverwalter bei Bedarf sofort reagieren.
Unterschiede zwischen institutioneller und privater Vermögensverwaltung
Die Vermögensverwaltung lässt sich grundsätzlich in zwei Hauptkategorien unterteilen: institutionelle und private Vermögensverwaltung.
Die institutionelle Vermögensverwaltung wurde ursprünglich für grosse Anleger wie Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Stiftungen, karitative Einrichtungen und staatliche Institutionen konzipiert. Diese Organisationen beauftragen Vermögensverwalter damit, anvertrautes Kapital entlang definierter Investmentstrategien zu optimieren. Hierbei stehen häufig nachhaltige Erträge und ein strukturiertes Risikomanagement im Vordergrund.
Die private Vermögensverwaltung hingegen konzentriert sich auf die Betreuung von Privatpersonen. Traditionell wurde dieser Service wohlhabenden Kunden angeboten, die sich nicht täglich selbst um ihr Vermögen kümmern möchten oder können. Inzwischen haben jedoch auch Privatanleger mit geringeren Vermögenswerten Zugang zu dieser “Königsklasse der Geldanlage”.
Für Privatanleger existieren sowohl standardisierte als auch individuelle Vermögensverwaltungsmodelle:
- Standardisierte Vermögensverwaltung: Vorgefertigte Anlagelösungen für Kundengruppen mit ähnlichen Investmentzielen
- Individuelle Vermögensverwaltung: Massgeschneiderte Strategien, die exakt auf persönliche Wünsche bezüglich Risiko und Rendite zugeschnitten sind
Die Entscheidung für eine Vermögensverwaltung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Bankgeheimnis, Diskretion, Seriosität, Tradition des Finanzplatzes, politische Stabilität und banktechnisches Know-how. Die Schweiz gilt traditionell als Marktführer im gehobenen Vermögensverwaltungsgeschäft.
Der Markt für Vermögensverwaltung entwickelt sich stetig weiter. Moderne, IT-gestützte Systeme bis hin zu automatisierten Robo-Advisors haben den Zugang zu Vermögensverwaltungsdienstleistungen deutlich erweitert. Diese Entwicklung ermöglicht es, dass die professionelle Vermögensverwaltung heute einem breiteren Publikum zugänglich ist.
Rechtliche Voraussetzungen in der Schweiz
Die Schweiz hat mit dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) und dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) seit dem 1. Januar 2020 einen umfassenden Regulierungsrahmen für Vermögensverwalter geschaffen. Diese neue Finanzmarktarchitektur hat die Anforderungen für alle Marktteilnehmer erheblich verändert und sorgt für gleiche Wettbewerbsbedingungen.
FINMA-Bewilligungspflicht verstehen
Seit Anfang 2020 benötigen alle gewerbsmässig tätigen Vermögensverwalter eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Dies gilt sowohl für unabhängige Vermögensverwalter individueller Portfolios als auch für Verwalter von Kollektivvermögen. Die Bewilligung der FINMA fungiert dabei als Gütesiegel für Institute, die im Einklang mit den hohen Qualitätserwartungen des Gesetzgebers agieren.
Die gesetzlichen Bewilligungsvoraussetzungen sind im FINIG sowie in der dazugehörigen Verordnung (FINIV) festgelegt. Dabei gilt: Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Bewilligung. Der Bewilligungsprozess wird ausschliesslich elektronisch über die Erhebungs- und Gesuchsplattform (EHP) der FINMA abgewickelt und umfasst folgende Schritte:
- Selbstregistrierung auf der FINMA-Website
- Erstellung des Gesuchs auf der EHP-Plattform
- Übermittlung des Gesuchs an eine Aufsichtsorganisation (AO)
- Übermittlung des Gesuchs mit der Bestätigung der AO an die FINMA
Wichtig zu wissen: Vermögensverwalter werden nicht direkt von der FINMA beaufsichtigt, sondern durch eine von ihr bewilligte Aufsichtsorganisation.
Gewerbsmässigkeit und Schwellenwerte
Eine Tätigkeit gilt als gewerbsmässig und ist folglich bewilligungspflichtig, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt wird:
- Pro Kalenderjahr wird ein Bruttoertrag von mehr als 50.000 Franken erzielt
- Pro Kalenderjahr werden mit mehr als 20 Vertragsparteien Geschäftsbeziehungen aufgenommen oder unterhalten
- Es besteht eine unbefristete Verfügungsmacht über fremde Vermögenswerte, die zu einem beliebigen Zeitpunkt 5 Millionen Franken überschreiten
Darüber hinaus unterscheidet das FINIG zwischen zwei Arten von Vermögensverwaltern:
- Vermögensverwalter (VV) nach Art. 17 FINIG: Verwalten individuelle Kundenportfolios
- Verwalter von Kollektivvermögen (VKV) nach Art. 24 FINIG: Verwalten Vermögen von kollektiven Kapitalanlagen oder Vorsorgeeinrichtungen
Allerdings gibt es sogenannte De-Minimis-Regeln, die es kleineren Instituten ermöglichen, trotz Verwaltung von Kollektivvermögen als “einfache” Vermögensverwalter zu gelten. Dies trifft zu, wenn:
- Die verwalteten Vermögenswerte kollektiver Kapitalanlagen höchstens 100 Millionen Franken betragen (mit Hebelwirkung) oder höchstens 500 Millionen Franken (ohne Hebelwirkung und ohne Rückzahlungsrecht in den ersten fünf Jahren)
- Vermögenswerte von Vorsorgeeinrichtungen von insgesamt höchstens 100 Millionen Franken und im obligatorischen Bereich zudem höchstens 20 Prozent der Vermögenswerte einer einzelnen Vorsorgeeinrichtung verwaltet werden
Sobald diese Schwellenwerte überschritten werden, muss dies innerhalb von 10 Tagen der FINMA gemeldet werden. Anschliessend hat der Vermögensverwalter 90 Tage Zeit, ein Bewilligungsgesuch als VKV einzureichen.
Organisatorische Anforderungen an Vermögensverwalter
Um eine Bewilligung zu erhalten, müssen Vermögensverwalter verschiedene organisatorische Voraussetzungen erfüllen:
- Sitz in der Schweiz (die Leitung muss zwingend von der Schweiz aus erfolgen)
- Angemessene Organisation mit entsprechendem Risikomanagement und internen Kontrollen
- Ausreichende finanzielle Garantien: Das Eigenkapital muss mindestens 100.000 Franken betragen und bar einbezahlt worden sein
- Die Eigenmittel müssen stets mindestens einen Viertel der Fixkosten der letzten Jahresrechnung oder maximal 10 Millionen Franken betragen
Zusätzlich müssen die für die Oberleitung und Geschäftsführung verantwortlichen Personen Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung bieten, über einen guten Ruf verfügen und die nötigen fachlichen Qualifikationen aufweisen. Während “einfache” Vermögensverwalter in der Regel mit einem qualifizierten Geschäftsführer auskommen können, benötigen Verwalter von Kollektivvermögen mindestens zwei Personen in der Geschäftsführung.
Grundsätzlich können Vermögensverwalter die Rechtsform eines Einzelunternehmens, einer Handelsgesellschaft oder einer Genossenschaft aufweisen und müssen sich ins Handelsregister eintragen lassen. Zusätzlich müssen sie ihren Geschäftsbereich in den massgeblichen Dokumenten sachlich und geografisch genau umschreiben.
Die gesetzlichen Bewilligungsvoraussetzungen müssen ausnahmslos und dauerhaft eingehalten werden. Dies gilt besonders für die Anforderungen an das regulatorische Mindestkapital und die Eigenmittel.
Strategieentwicklung für Ihr Vermögen
Bevor Sie in die Welt der Vermögensverwaltung eintauchen, sollten Sie eine massgeschneiderte Anlagestrategie entwickeln. Denn diese bildet das Fundament für langfristigen Anlageerfolg. Studien belegen, dass eine klar definierte Anlagestrategie zu etwa 70 bis 80 Prozent für den langfristigen Anlageerfolg verantwortlich ist. Hingegen machen kurzfristige taktische Massnahmen nur etwa 15 bis 20 Prozent aus, während die Titelselektion lediglich 5 bis 10 Prozent zum Erfolg beiträgt.
Risikoprofil und Anlagehorizont bestimmen
Das Risikoprofil setzt sich aus zwei wesentlichen Komponenten zusammen: der Risikofähigkeit und der Risikobereitschaft. Die Risikofähigkeit ist objektiv bestimmbar und hängt massgeblich vom Vermögen und dem Zeithorizont ab. Sie gibt an, welche finanziellen Risiken Sie tragen können, ohne Ihre Lebensqualität zu gefährden.
Die Risikobereitschaft hingegen ist subjektiv und beschreibt, wie gut Sie emotionale Schwankungen bei Ihren Anlagen verkraften können. Ein Anleger mit hoher Risikofähigkeit kann durchaus eine niedrige Risikobereitschaft haben – und umgekehrt.
Der Anlagehorizont spielt eine entscheidende Rolle bei der Festlegung Ihrer Strategie. Er bezeichnet den Zeitraum, in dem Ihr Geld investiert bleibt. Dabei gilt:
- Kurzfristig (bis 3 Jahre): Für schnelle Kapitalbildung, Sicherheit und Verfügbarkeit stehen im Vordergrund
- Mittelfristig (3-10 Jahre): Für grössere Anschaffungen, ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Rendite
- Langfristig (über 10 Jahre): Für Altersvorsorge oder Vermögensaufbau, höhere Rendite wichtiger als Verfügbarkeit
Für langfristige Anlagen können höhere Risiken eingegangen werden. Die Wahrscheinlichkeit, mit Aktien Verluste zu erleiden, sinkt mit zunehmendem Anlagehorizont deutlich. Bei einem Monat liegt die Verlustwahrscheinlichkeit noch bei etwa 40 Prozent, nach zehn Jahren nur noch bei rund 5 Prozent.
Ziele und Präferenzen definieren
Die klare Definition Ihrer Anlageziele ist von enormer Bedeutung, da nur so die passende Anlagestrategie entwickelt werden kann. Folgende Fragen sollten Sie sich vor Beginn der Geldanlage stellen:
- Welche konkreten Ziele verfolge ich? (Vermögensaufbau, Anschaffungen, Altersvorsorge)
- Wie viel Kapital benötige ich je Ziel?
- Bis wann möchte ich mein Ziel erreichen?
- Welches Risiko bin ich für mein Ziel bereit einzugehen?
Es ist wichtig, zunächst mittels Budgetplanung Ihren Status quo zu ermitteln. Nur wenn Sie Ihre aktuellen und zukünftig erwarteten Einnahmen und Ausgaben kennen, können Sie die für Ihr Risikoprofil passende Anlagestrategie bestimmen.
Die genauen Gründe für die Geldanlage sind natürlich individuell von Ihren Lebensumständen abhängig. Dennoch gilt: Eine sinnvolle Geldanlage ist unabdingbar, um definierte finanzielle Ziele in einem spezifischen Zeitraum erreichen zu können.
Die Rolle der Investment Strategie
Die Anlagestrategie legt fest, welcher Anteil Ihres investierbaren Vermögens in welche Anlageklassen – wie beispielsweise Aktien Schweiz, Zinswerte Ausland oder Rohstoffe – investiert wird. Sie bestimmt die langfristige Aufteilung auf die verschiedenen Anlageklassen.
Generell gilt: Wer eine hohe Rendite anstrebt, muss bereit sein, ein höheres Risiko einzugehen. Professionelle Vermögensverwalter bringen ihre Expertise ein, um Risiken gut einzuschätzen und durch Portfoliodiversifikation Chancen und Risiken in ein angemessenes Verhältnis zu setzen.
Der Vermögensverwalter leitet als erstes Ihre individuelle Anlagestrategie her und setzt sie dann mit Einzeltiteln oder Fonds um. Dabei selektiert ein unabhängiger Vermögensverwalter für jede Anlageklasse den gewünschten Index, die Region oder die Branche und legt dann die objektiv überzeugendsten Titel ins Depot.
Die Lebensplanung spielt zusätzlich eine wichtige Rolle für die verfolgte Strategie. In bestimmten Lebensabschnitten wird erhöhte Liquidität benötigt, etwa beim Hausbau. Die Geldanlage muss folglich so strukturiert sein, dass Kapital in dieser Phase schnell verfügbar ist, auch wenn bei kurzfristigen Anlageformen eine niedrigere Rendite zu erwarten ist.
Um nachhaltig Vermögen aufzubauen, ist es ratsam, empfohlene Anlageformen zu kombinieren. Damit minimieren Sie durch Diversifikation das Risiko von Verlusten und finden den richtigen Mix zwischen Sicherheit, Rentabilität und Liquidität.
So funktioniert der Anlageprozess
Nach der Festlegung Ihrer persönlichen Anlagestrategie beginnt der eigentliche Anlageprozess. Dieser systematische und strukturierte Prozess stellt sicher, dass Ihr Vermögen professionell und effizient verwaltet wird.
Strategische und taktische Allokation
Die professionelle Vermögensverwaltung unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten der Vermögensallokation: der strategischen und der taktischen.
Die strategische Asset Allocation definiert die langfristige Zusammensetzung Ihres Portfolios und hat typischerweise einen Zeithorizont von mehreren Jahren. Sie bildet die grundlegende Struktur Ihres Portfolios und bestimmt etwa 70 bis 80 Prozent des langfristigen Anlageerfolgs. Diese langfristige Ausrichtung basiert auf Ihren individuellen Zielen, Ihrem Risikoprofil und Ihrem Anlagehorizont.
Im Gegensatz dazu bezeichnet die taktische Asset Allocation gezielte, zeitlich begrenzte Abweichungen von der Anlagestrategie. Ziel ist es, entweder Risiken im Portfolio zu reduzieren oder die Renditeaussichten zu verbessern. Das Anlagekomitee der Bank, häufig unter Leitung des Chief Investment Officers, entscheidet mindestens einmal monatlich über die taktische Ausrichtung. Bei aussergewöhnlichen Marktereignissen kann die taktische Allokation auch ad hoc angepasst werden.
Die taktische Allokation ist sinnvoll, da sich Risikofaktoren und Renditeaussichten im Laufe der Zeit ändern. Durch kontinuierliche Anpassungen stellen Vermögensverwalter sicher, dass Ihr Portfolio optimal diversifiziert bleibt und die gewünschten Erträge erzielt.
Portfoliokonstruktion und Diversifikation
Eine effektive Portfoliokonstruktion ist entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg. Vermögensverwalter achten besonders auf eine breite Diversifikation:
- Anlageklassen: Verteilung auf verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und alternative Anlagen
- Regionen: Investitionen in verschiedene geografische Märkte zur Reduzierung lokaler Risiken
- Branchen: Streuung über verschiedene Wirtschaftssektoren
- Instrumente: Nutzung unterschiedlicher Finanzinstrumente wie Einzeltitel oder Fonds
Diversifikation ist ein sehr effektives Mittel zur Risikoreduktion. Empirische Studien zeigen, dass eine Diversifikation ab etwa 15-30 Einzeltiteln ihre maximale Wirkung erreicht. Die Korrelation zwischen den Anlagen spielt dabei eine entscheidende Rolle – je niedriger die Korrelation, desto besser die Diversifikationseffekte.
Durch systematische Risikominimierung kann ein höheres langfristiges Renditepotenzial erzielt werden, ohne höhere Risiken einzugehen. Beispielsweise analysieren Experten umfassende Daten auf Basis wissenschaftlich fundierter Anlagekonzepte, um die Aktienauswahl auf Basis der Risikoeigenschaften zu optimieren und bei Obligationen auf erstklassige Schuldner zu setzen.
Regelmässige Überwachung und Anpassung
Ein wesentlicher Bestandteil des Vermögensverwaltungsprozesses ist die kontinuierliche Überwachung Ihres Portfolios. Die Spezialisten beobachten die Märkte laufend und passen Ihr Portfolio dynamisch an die Marktsituation an. Dies setzt eine gründliche und stetige Analyse und Überwachung der Finanzmärkte voraus.
Die regelmässige Überwachung umfasst folgende Aspekte:
- Risiko- und Performancekontrollen: Regelmässige Prüfung, ob die Anlagen den Zielvorgaben entsprechen
- Anpassung bei Marktveränderungen: Reaktion auf sich ändernde Bedingungen, um Risiken zu minimieren oder Chancen zu nutzen
- Rebalancing: Wiederherstellung der ursprünglichen strategischen Allokation, wenn sich die Gewichtungen durch Marktbewegungen verschoben haben
Über regelmässige Berichterstattung werden Sie stets über die Entwicklung Ihrer Anlagen informiert und können die Entwicklung Ihres Portfolios im aktuellen Marktgeschehen mitverfolgen. Dadurch behalten Sie jederzeit den Überblick und haben Zugriff auf detaillierte Informationen zu den Aktivitäten in Ihrem Portfolio.
Ein strukturierter Anlageprozess stellt sicher, dass Ihr Vermögen professionell verwaltet wird. Wenn sich Veränderungen in Ihrer persönlichen Situation ergeben, ist es wichtig, dies mit Ihrem Kundenberater zu besprechen, damit die Anlagestrategie gegebenenfalls angepasst werden kann. Dieser kontinuierliche Dialog zwischen Ihnen und dem Vermögensverwalter ist essenziell für den langfristigen Erfolg Ihrer Anlagestrategie.
Nachhaltigkeit in der Vermögensverwaltung
Nachhaltigkeit hat sich in der modernen Vermögensverwaltung von einem Nischenthema zu einem zentralen Bestandteil entwickelt. Durch die Lenkung von Finanzflüssen in nachhaltige Aktivitäten besitzt die Finanzbranche enormes Potenzial, die Wirtschaft umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten.

Was bedeutet ESG konkret?
ESG steht für die englischen Begriffe “Environmental”, “Social” und “Governance” (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Diese drei Dimensionen bilden den Rahmen für nachhaltiges Wirtschaften und Investieren.
Im Umweltbereich (E) werden Faktoren wie CO2-Emissionen, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung betrachtet. Unternehmen werden danach bewertet, wie sie natürliche Ressourcen nutzen und welche Massnahmen sie zur Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen ergreifen.
Der soziale Aspekt (S) umfasst Themen wie Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz, Produktsicherheit und Datenschutz. Hierbei wird bewertet, wie Unternehmen mit Mitarbeitern, Kunden und der Gesellschaft insgesamt umgehen.
Die Unternehmensführung (G) betrifft Fragen der verantwortungsvollen Führung – etwa Korruptionsbekämpfung, Steuertransparenz, Unabhängigkeit von Führungsgremien oder den Umgang mit Interessenkonflikten.
Finanzdienstleistungen, bei denen diese ESG-Kriterien in Geschäfts- oder Investitionsentscheidungen einbezogen werden, bezeichnet man allgemein als “Sustainable Finance”. Der Schweizer Finanzsektor verwaltet ein Gesamtvermögen von mehr als 8000 Milliarden Franken, was ihm eine enorme Hebelwirkung für Nachhaltigkeit verleiht.
Der VP Bank Nachhaltigkeitsscore (VPSS)
Die VP Bank hat mit dem VP Bank Nachhaltigkeitsscore (VPSS) ein eigenständiges Bewertungssystem entwickelt, das über klassische ESG-Ratings hinausgeht. Der Score setzt sich aus fünf Subkomponenten zusammen:
- ESG-Rating: Basierend auf MSCI-Ratings zu Umwelt, Sozialem und Governance
- ESG-Momentum: Bewertet die Entwicklungsrichtung der Nachhaltigkeitsleistung
- Geschäftspraktiken: Beurteilt Verhaltensweisen wie Umgang mit Korruption oder Menschenrechten
- Geschäftstätigkeit: Analysiert die Geschäftsfelder eines Unternehmens nach ethischen Kriterien
- SDG und Impact: Misst den Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Der VPSS wurde als Indikator für Chancen und Risiken aus Nachhaltigkeitssicht konzipiert und ermöglicht den Vergleich zwischen verschiedenen Finanzprodukten. Die Einzigartigkeit dieses Ansatzes wurde 2022 mit dem “Wealth For Good Award” gewürdigt.
Integration von ESG in die Anlagestrategie
Für die Integration von Nachhaltigkeit in die Vermögensverwaltung existieren verschiedene Ansätze:
Negativ-Screening schliesst Investitionen in Unternehmen aus, die negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Die VP Bank verzichtet beispielsweise auf Investitionen in Tabak, Glücksspiel, Kohle und kontroverse Waffen.
Positiv-Screening hingegen identifiziert gezielt Unternehmen, die positive Wirkung erzielen. Hierbei werden Einschlusskriterien wie Engagement für Nachhaltigkeit oder hohe ESG-Ratings angewandt.
ESG-Integration berücksichtigt Nachhaltigkeitsfaktoren systematisch im gesamten Anlageprozess, ohne spezifische Ausschlüsse vorzunehmen. Entscheidend ist dabei die finanzielle Relevanz – ESG-Faktoren müssen direkte Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens haben.
Impact Investing zielt darauf ab, neben finanzieller Rendite auch eine messbare positive Wirkung auf Umwelt oder Gesellschaft zu erzielen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Unternehmen mit guten ESG-Praktiken überwiegend eine bessere Qualität und Finanzkraft aufweisen. Eine umfassende Metastudie aus 2015 fand heraus, dass ESG in 62,6% der Fälle die finanzielle Performance eines Unternehmens positiv beeinflusste.
Vermögensverwaltungen wie die VP Bank integrieren Nachhaltigkeitsfaktoren mittlerweile in all ihre Portfolio-Lösungen. Für Kunden mit erhöhter Nachhaltigkeitspräferenz wurden zudem spezielle Angebote wie das “Nachhaltigkeitsmandat Plus” entwickelt, das wirkungsorientierte Investments und Themenfonds enthält. Mehr dazu hier: https://www.robeco.com/de-ch/nachhaltigkeit/die-reise/esg-integration
Mandatsmodelle und Umsetzungsmöglichkeiten
Bei der Umsetzung Ihrer Anlagestrategie stehen Ihnen verschiedene Mandatsmodelle zur Verfügung. Die Wahl des richtigen Modells hängt von Ihren individuellen Anforderungen, Ihrem Anlagevermögen und Ihren Präferenzen ab.
Klassisches Mandat vs. Spezialmandat
Das klassische Mandat basiert auf dem bewährten Anlageprozess einer Bank und eignet sich für die meisten Anleger. Hierbei profitieren Sie von taktischen Anlageentscheiden und der Produktselektionskompetenz erfahrener Finanzanalysten. Je nach Anlagevolumen kann das klassische Mandat entweder ausschliesslich mit Kollektivanlagen oder zusätzlich mit Einzelanlagen umgesetzt werden.
Hingegen sind Spezialmandate individuell zugeschnittene Vermögensverwaltungsmandate für sehr vermögende private Anleger mit besonderen Anforderungen oder Anlagerestriktionen. Ab einem Anlagevolumen von 5 Millionen Franken bieten viele Banken massgeschneiderte Mandatslösungen an, die optimal für Anleger mit komplexen Anforderungen sind. In einem Spezialmandat können Sie individuelle Vorgaben und Wünsche einbringen, beispielsweise bezüglich Anlageklassen, Regionen und Sektoren.
Die VP Bank bietet darüber hinaus ab 5 Millionen CHF sogenannte Enhanced Mandate an, bei denen Anlagestrategie und -taktik gemäss einem modernen Core-Satellite-Anlagekonzept umgesetzt werden.
Nachhaltigkeitsmandat Plus
Das Nachhaltigkeitsmandat Plus eignet sich besonders für Anleger, die thematische Schwerpunkte setzen wollen und gleichzeitig die Vorzüge eines Vermögensverwaltungsmandats geniessen möchten.
Ein zentraler Bestandteil dieses Mandats sind Themenanlagen, die mittels Fonds im Portfolio abgebildet werden. Bei der VP Bank können Sie zwischen fünf Themenkomplexen wählen und Schwerpunkte setzen, die Ihre Präferenzen widerspiegeln. Zusätzlich wird gezielt in Anlagen wie Green Bonds, Social Bonds oder Microfinance investiert.
Im Vergleich zu klassischen Mandaten wird beim Nachhaltigkeitsmandat Plus ein höherer VP Bank Nachhaltigkeitsscore (VPSS) für die eingesetzten Produkte vorausgesetzt. Dieser Ansatz ermöglicht es Ihnen, Ihre Vermögensverwaltung mit Ihren Nachhaltigkeitspräferenzen in Einklang zu bringen.
Strategiefonds und Mindestanlagebeträge
Strategiefonds bieten Ihnen die Möglichkeit, bereits mit kleineren Anlagebeträgen von professionellem Anlage-Know-how zu profitieren. Es handelt sich dabei um breit diversifizierte Anlagelösungen, die sich durch eine optimale Zusammensetzung unterschiedlicher Anlageklassen wie Aktien, Obligationen und Immobilien auszeichnen.
Die Mindestanlagebeträge variieren je nach Anbieter erheblich. Während für ein klassisches Vermögensverwaltungsmandat häufig höhere Summen erforderlich sind, sind Strategiefonds auch für Kleinanleger zugänglich.
Inzwischen ist die Vermögensverwaltung nicht mehr ausschliesslich einer reichen Klientel vorbehalten. Dank der Digitalisierung können Vermögensverwalter auch kleinere Anlagebeträge kostengünstig betreuen.
Durch sogenannte “Multimanager-Strategien” können auch weniger vermögende Privatanleger zwischen den Vermögensverwaltungs-Lösungen renommierter Anlageexperten wählen, die sonst nur wohlhabende Privatkunden bedienen.
Schlussfolgerung
Die professionelle Vermögensverwaltung stellt zweifellos einen entscheidenden Faktor für langfristigen finanziellen Erfolg dar. Wir haben gesehen, dass die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche derzeit einen grundlegenden Wandel durchläuft, wobei regulatorische Anforderungen wie die FINMA-Bewilligungspflicht strenge Qualitätsstandards gewährleisten.
Besonders wichtig erscheint die sorgfältige Entwicklung einer persönlichen Anlagestrategie, die Ihr individuelles Risikoprofil und Ihren Anlagehorizont berücksichtigt. Diese Strategie bildet tatsächlich das Fundament für etwa 70 bis 80 Prozent Ihres langfristigen Anlageerfolgs.
Der strukturierte Anlageprozess mit strategischer und taktischer Allokation, gekoppelt mit breiter Diversifikation, schützt Ihr Vermögen vor unnötigen Risiken. Gleichzeitig eröffnet die regelmässige Überwachung und Anpassung Ihres Portfolios zusätzliche Chancen in einem sich ständig verändernden Marktumfeld.
Nachhaltigkeit hat sich ausserdem von einem Nischenthema zu einem zentralen Bestandteil moderner Vermögensverwaltung entwickelt. Die Integration von ESG-Faktoren bietet nicht nur ethische Vorteile, sondern kann nachweislich auch die finanzielle Performance positiv beeinflussen.
Erfreulicherweise steht die professionelle Vermögensverwaltung heute einem breiteren Publikum zur Verfügung. Verschiedene Mandatsmodelle, Strategiefonds und digitale Lösungen ermöglichen den Zugang zu professioneller Betreuung selbst mit kleineren Anlagebeträgen. Unabhängig von der Höhe Ihres Vermögens lohnt es sich daher, die Möglichkeiten einer professionellen Vermögensverwaltung zu prüfen.
Der Weg zu finanzieller Sicherheit und Wohlstand beginnt somit mit einer fundierten Entscheidung für die richtige Anlagestrategie und einen vertrauenswürdigen Vermögensverwalter. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, Ihre Ziele klar zu definieren und einen Partner zu finden, der diese versteht und umsetzt. Letztendlich wird dieser durchdachte Ansatz Ihnen helfen, Ihr Vermögen langfristig zu sichern und zu vermehren.
FAQs
Q1. Ab welchem Vermögen lohnt sich eine professionelle Vermögensverwaltung? Eine professionelle Vermögensverwaltung kann sich bereits ab kleineren Beträgen lohnen. Während klassische Mandate oft ab 50.000 bis 100.000 Euro angeboten werden, gibt es mittlerweile auch digitale Lösungen, die schon ab 10.000 Franken oder monatlichen Sparplänen ab 100 Franken zugänglich sind.
Q2. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in der modernen Vermögensverwaltung? Nachhaltigkeit hat sich zu einem zentralen Bestandteil der Vermögensverwaltung entwickelt. Viele Vermögensverwalter integrieren ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) in ihre Anlageprozesse und bieten spezielle Nachhaltigkeitsmandate an, die neben finanzieller Rendite auch positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft anstreben.
Q3. Wie wird mein Risikoprofil bei der Vermögensverwaltung berücksichtigt? Ihr Risikoprofil, bestehend aus Ihrer Risikofähigkeit und Risikobereitschaft, ist grundlegend für die Entwicklung Ihrer individuellen Anlagestrategie. Vermögensverwalter nutzen diese Informationen, um ein Portfolio zu erstellen, das Ihre persönlichen Ziele, finanziellen Möglichkeiten und emotionale Toleranz gegenüber Marktschwankungen berücksichtigt.
Q4. Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für Vermögensverwalter in der Schweiz? In der Schweiz benötigen gewerbsmässig tätige Vermögensverwalter eine Bewilligung der FINMA (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht). Sie müssen verschiedene finanzielle, personelle und organisatorische Anforderungen erfüllen, darunter ein Mindestkapital von 100.000 Franken und eine angemessene Betriebsorganisation.
Q5. Wie oft wird mein Portfolio in der Vermögensverwaltung überprüft und angepasst? Professionelle Vermögensverwalter überwachen Portfolios kontinuierlich. Während die grundlegende strategische Allokation langfristig ausgerichtet ist, werden taktische Anpassungen regelmässig vorgenommen, oft monatlich oder bei bedeutenden Marktveränderungen. Zusätzlich erfolgt ein periodisches Rebalancing, um die ursprüngliche Vermögensaufteilung wiederherzustellen.
Apr 12
Das Flammenspiel der Sinne

Kerzen sind in Deutschland beliebter als man denkt – tatsächlich verbrauchen wir durchschnittlich 2,4 Kilogramm pro Person jährlich. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass die Geschichte dieser faszinierenden Lichtquelle bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht, als die ersten Bienenwachskerzen hergestellt wurden.
Die Bedeutung von Kerzen geht weit über ihre ursprüngliche Funktion als Lichtquelle hinaus. Wissenschaftliche Studien aus dem Jahr 2016 belegen, dass das Abbrennen von Kerzen positive Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit hat und sogar den Cortisolspiegel senken kann. Besonders Bienenwachskerzen tragen durch die Abgabe negativer Ionen zur Verbesserung der Luftqualität bei und können Allergene neutralisieren.
In diesem umfassenden Ratgeber erkunden wir gemeinsam die vielfältige Welt der Kerzen – von ihrer Geschichte über verschiedene Wachsarten bis hin zu praktischen Tipps für das eigene Kerzengiessen und ihre therapeutische Wirkung.
Die Geschichte der Kerzenherstellung
Frühe Anfänge der Kerzenkunst
Die Erfindung der ersten Kerzen reicht mindestens 5000 Jahre zurück, als Menschen im vorderen Orient bereits primitive Lichtquellen entwickelten. Zunächst verwendeten sie einfache Materialien wie Binsen, Stroh oder Hanf, die sie in Talg oder Harz tauchten. Diese frühen Lichtquellen ähnelten allerdings eher Fackeln als den Kerzen, die wir heute kennen.
Während im alten China Wachse aus einheimischen Insekten und Samen in Papierrohre gegossen wurden, entwickelten die Japaner eine Methode zur Wachsgewinnung aus Baumnüssen. Daraufhin begannen die Inder, die Früchte des Zimtbaumes zu kochen, um daraus ihr eigenes Kerzenwachs herzustellen.
Die bedeutendste Weiterentwicklung der Kerzenherstellung wird den Römern zugeschrieben. Im 2. Jahrhundert nach Christus perfektionierten sie die Technik, indem sie gerollten Papyrus wiederholt in flüssiges Bienenwachs tauchten. Diese Methode ermöglichte erstmals die Herstellung von Kerzen, die in Innenräumen ohne übermässige Rauchentwicklung brennen konnten.
Entwicklung verschiedener Wachsarten
Im Mittelalter erlebte die Kerzenherstellung einen wichtigen Wendepunkt. Bienenwachs wurde zum bevorzugten Material, da es deutlich weniger Rauch entwickelte und einen angenehmen Duft verströmte. Dennoch blieb Bienenwachs ein Luxusgut – für ein Kilogramm Wachs wurden etwa 150.000 Bienen benötigt.
Ein bedeutender Durchbruch erfolgte um 1725 mit der Entdeckung von Walrat, dem ersten von Natur aus weissen Kerzengrundstoff. Schliesslich revolutionierte die Entdeckung von Stearin um 1820 durch den französischen Chemiker Eugène Chevreul die Kerzenproduktion. Stearin, gewonnen aus tierischen Fetten, war hart, unverderblich und brannte sauber.
Die letzte grosse Innovation in der Geschichte der Kerzenherstellung war die Entdeckung des Paraffins im Jahr 1850. Dieses Nebenprodukt der Erdölaufbereitung erwies sich als idealer Werkstoff, da es sauber und gleichmässig brannte sowie kostengünstiger in der Herstellung war.
Heutzutage bestehen die meisten Kerzen aus einer Mischung verschiedener Wachsarten – etwa zwei Drittel Paraffin und ein Drittel Stearin, ergänzt durch hochschmelzende Härtungszusätze und bei Bedarf Farbpigmente. Diese Kombination vereint die besten Eigenschaften der verschiedenen Materialien und gewährleistet eine optimale Brennqualität.
Unterschiedliche Wachsarten verstehen
Die Welt der Kerzenwachse teilt sich in zwei grundlegende Kategorien: natürliche und synthetische Materialien. Jede Art bringt einzigartige Eigenschaften mit sich, die das Brennverhalten und die Qualität der Kerzen massgeblich beeinflussen.
Natürliche Wachse
Bienenwachs gilt als edelster Vertreter der natürlichen Wachse. Mit seiner goldgelben Farbe und dem charakteristischen Honigduft zeichnet sich dieses Material durch eine besonders lange Brenndauer aus. Darüber hinaus reinigt es die Luft durch die Freisetzung negativer Ionen.
Sojawachs, gewonnen aus Sojabohnenöl, etabliert sich zunehmend als umweltfreundliche Alternative. Dieses Wachs verbrennt besonders sauber und gleichmässig. Ähnliche Eigenschaften weist Rapswachs auf, das hauptsächlich in Europa produziert wird und durch kurze Transportwege überzeugt.
Kokoswachs, ein weiterer natürlicher Vertreter, wird aus Kokosnussfleisch gewonnen. Allerdings ist es weicher als andere Wachsarten und wird deshalb oft mit härteren Wachssorten gemischt.
Synthetische Materialien
Paraffin, ein Nebenprodukt der Erdölindustrie, dominiert nach wie vor den Kerzenmarkt. Dieses Material zeichnet sich durch seine vielseitige Formbarkeit und gute Farbaufnahme aus. Dennoch steht es wegen seiner fossilen Herkunft zunehmend in der Kritik.
Vor- und Nachteile
| Wachsart | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Bienenwachs | – Längste Brenndauer [11]
– Natürliche Luftreinigung – Angenehmer Duft |
– Deutlich teurer [14] – Begrenzte Verfügbarkeit |
| Sojawachs | – Saubere Verbrennung [18]
– Gute Duftbindung – Biologisch abbaubar |
– Höhere Produktionskosten [20] – Oft importiert |
| Rapswachs | – Regionale Produktion möglich – Geringe Russbildung |
– Höherer Preis – Spezieller Eigengeruch |
| Paraffin | – Kostengünstig [21]
– Vielseitig formbar – Gute Farbaufnahme |
– Nicht erneuerbar [22] – Mögliche Schadstofffreisetzung |
Zunächst ist zu beachten, dass natürliche Wachse zwar teurer in der Herstellung sind, jedoch eine längere Brenndauer aufweisen. Allerdings bieten sie eine begrenztere Farb- und Formvielfalt im Vergleich zu Paraffin.
Darüber hinaus spielt die Umweltverträglichkeit eine wichtige Rolle. Während Paraffin-Kerzen beim Abbrennen Russ freisetzen können, verbrennen natürliche Wachse deutlich sauberer. Eine Studie der South Carolina State University aus dem Jahr 2009 bestätigte, dass herkömmliche Paraffinkerzen erheblich zur Schadstoffbelastung in Innenräumen beitragen.
Kerzen giessen: Grundlegende Techniken
Das Handwerk des Kerzengiessens erfordert Präzision und die richtigen Werkzeuge. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und der korrekten Ausrüstung können auch Anfänger beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Notwendige Werkzeuge
Für das professionelle Kerzengiessen benötigt man zunächst eine grundlegende Ausrüstung. Ein Wachsschmelztopf oder alternativ ein Doppelkessel bildet das Herzstück der Ausrüstung. Darüber hinaus sind ein präzises Thermometer zur Temperaturkontrolle und eine Waage für die exakte Dosierung unerlässlich.
Zum Fixieren und Zentrieren des Dochts dienen spezielle Dochtzentrierer aus Metall oder Holz. Diese gewährleisten, dass der Docht während des gesamten Giessprozesses mittig bleibt. Zusätzlich werden Rührstäbe aus Holz oder Edelstahl benötigt, um Duftöle und Farbstoffe gleichmässig zu verteilen.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Der Prozess beginnt mit der Vorbereitung des Wasserbads. Ein Kochtopf wird mit Wasser gefüllt, sodass der Schmelzbehälter darin schwimmen kann. Die Temperatur spielt hierbei eine entscheidende Rolle – das Wachs sollte bei etwa 80°C geschmolzen werden.
Während des Schmelzvorgangs muss das Wachs regelmässig umgerührt werden, damit sich keine Klumpen bilden. Allerdings ist besondere Vorsicht geboten: Das Wachs darf niemals seinen Flammpunkt erreichen. Falls es dennoch zu einer Entzündung kommt, niemals mit Wasser löschen, sondern den Topf von der Herdplatte nehmen und mit einem Tuch abdecken.
Nach dem vollständigen Schmelzen des Wachses folgt das eigentliche Giessen. Der vorbereitete Docht wird in der Giessform fixiert, wobei darauf zu achten ist, dass er straff und mittig gespannt ist. Das flüssige Wachs wird anschliessend langsam und gleichmässig in die Form gegossen, um Luftblasenbildung zu vermeiden.
Die Abkühlphase erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die gegossenen Kerzen sollten an einem zugluftfreien Ort bei Zimmertemperatur mindestens 24 Stunden aushärten. Eine zu schnelle Abkühlung kann zu unschönen Flecken und Blasen im Wachs führen.
Besonders wichtig für ein optimales Ergebnis ist die richtige Raumtemperatur während des gesamten Prozesses. Die Giessformen sollten idealerweise vorgewärmt werden, um eine gleichmässige Aushärtung zu gewährleisten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, etwas flüssiges Wachs zurückzubehalten, um eventuelle Einsenkungen nach dem Erkalten auffüllen zu können.
Die Kunst der Duftkomposition
Die Duftkomposition bei Kerzen ist eine faszinierende Wissenschaft, die auf dem Konzept der Duftpyramide basiert. Diese Pyramide unterteilt sich in drei wesentliche Schichten, die zusammen ein harmonisches Dufterlebnis schaffen.
Grundlagen der Duftmischung
Die oberste Schicht der Duftpyramide bilden die Kopfnoten, die sich innerhalb der ersten 15 Minuten entfalten. Zunächst nehmen wir frische, lebhafte Düfte wahr, oft aus Zitrusfrüchten oder hellen Früchten. Diese ersten Eindrücke sind entscheidend für den unmittelbaren Eindruck der Kerze.
Darüber hinaus entwickeln sich die Herznoten, die bis zu einer Stunde anhalten. Diese mittlere Schicht verleiht der Kerze ihren charakteristischen Duft und besteht häufig aus blumigen oder würzigen Komponenten. Allerdings ist die richtige Dosierung entscheidend – für optimale Ergebnisse werden etwa 25 Gramm Duftöl pro Pfund Wachs empfohlen.
Die Basisnoten bilden das Fundament des Duftes und halten bis zu sechs Stunden an. Typischerweise bestehen sie aus schweren Düften wie Moschus, Vanille oder holzigen Noten. Diese Komponenten sorgen für Tiefe und einen bleibenden Eindruck.
| Duftschicht | Dauer | Typische Duftnoten | Eigenschaften |
|---|---|---|---|
| Kopfnote | bis 15 Min. | Zitrus, helle Früchte | Flüchtig, frisch |
| Herznote | bis 1 Std. | Blumig, würzig | Charaktergebend |
| Basisnote | bis 6 Std. | Moschus, Vanille, Holz | Langanhaltend |
Bei der Komposition ist die Temperatur von entscheidender Bedeutung. Das Duftöl sollte dem Wachs bei maximal 60-70 Grad Celsius hinzugefügt werden. Dennoch ist Vorsicht geboten – zu hohe Temperaturen können die Duftstoffe zerstören.
Die Kunst der Duftmischung liegt auch in der richtigen Balance. Ein gut ausbalancierter Duft zeigt eine traditionelle, nicht lineare Entwicklung von der anfänglichen Intensität der Kopfnoten bis zur Tiefe der Basisnoten. Besonders bei Sojakerzen entfaltet sich der Duft langsamer und nachhaltiger, wodurch die Gefahr einer überwältigenden Duftwolke minimiert wird.
Für die praktische Umsetzung empfiehlt sich das Experimentieren mit verschiedenen Duftrichtungen. Während Lavendel und Vanille beruhigend wirken, können Zitrusdüfte die Stimmung heben. Die Mischung sollte gründlich erfolgen – etwa 15 bis 20 Umdrehungen in beide Richtungen gewährleisten eine optimale Verteilung des Duftes im Wachs.
Therapeutische Wirkung von Kerzen
Wissenschaftliche Studien belegen die vielfältigen positiven Auswirkungen von Kerzen auf unser Wohlbefinden. Das sanfte Flackern einer Kerzenflamme kann nachweislich die Produktion von Stresshormonen reduzieren und die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin stimulieren.
Entspannung und Meditation
Das warme Kerzenlicht unterstützt nachweislich unseren natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus durch die Förderung der Melatonin-Produktion. Darüber hinaus zeigen psychologische Studien, dass das Betrachten einer Kerzenflamme eine beruhigende und meditative Wirkung entfaltet.
Allerdings ist bei der Verwendung von Raumduftkerzen Vorsicht geboten. Diese sollten zunächst nur gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Dennoch können sorgfältig ausgewählte natürliche Duftöle zur Entspannung, zum Stressabbau und zur Verbesserung der Schlafqualität beitragen.
Aromatherapeutische Effekte
Die therapeutische Wirkung verschiedener ätherischer Öle ist wissenschaftlich nachgewiesen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Duftnoten und ihrer Wirkungen:
| Ätherisches Öl | Hauptwirkung | Zusätzliche Effekte |
|---|---|---|
| Lavendel | Beruhigend | Fördert Schlafqualität |
| Eukalyptus | Atemwegsbefreiend | Konzentrationssteigernd |
| Orange | Stimmungsaufhellend | Unterstützt Melatonin-Produktion |
| Thymian | Belebend | Immunsystemstärkend |
Besonders bemerkenswert ist die Wirkung von Orangenöl, das durch die Stimulation der Zirbeldrüse den Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflusst. Schliesslich hat eine Untersuchung der Universität Southampton ergeben, dass beim Verbrennungsvorgang von natürlichen ätherischen Ölen eine besondere Kombination von Ionen entsteht, die sogar antimikrobielle Eigenschaften aufweist.
Bei der therapeutischen Nutzung von Duftkerzen ist die richtige Anwendung entscheidend. Blumen- und Kräuteraromen wie Geranie, Lavendel und Pfefferminze haben sich bei der Behandlung verschiedener psychologischer und physiologischer Störungen als besonders wirksam erwiesen.
Darüber hinaus können bestimmte Duftstoffe das limbische System aktivieren – jenen Teil des Gehirns, in dem Gedächtnis und Emotionen verarbeitet werden. Allerdings sollten Menschen mit Asthma besondere Vorsicht walten lassen, da Raumdüfte unspezifische Asthmareaktionen auslösen oder verstärken können.
Die Integration von Duftkerzen in Wellness-Routinen zeigt sich besonders effektiv in Kombination mit anderen Entspannungstechniken. Psychologen empfehlen die Verbindung mit Aktivitäten wie Tagebuchschreiben oder Yoga. Zudem können spezielle Kerzen chemische Stoffe im Gehirn wie Serotonin und Dopamin aktivieren und dadurch eine positive Stimmung fördern.
Spezielle Kerzen und ihre Verwendung
Spezielle Kerzen haben sich zu vielseitigen Werkzeugen entwickelt, die weit über ihre ursprüngliche Funktion als Lichtquelle hinausgehen. Von spirituellen Ritualen bis hin zu therapeutischen Anwendungen bietet jede Kerzenart einzigartige Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten.
Ritualkerzen
Ritualkerzen spielen seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in spirituellen Praktiken. Das Anzünden einer Ritualkerze symbolisiert den Beginn einer Zeremonie und hilft dabei, den Fokus zu halten. Zunächst ist die Farbwahl entscheidend – jede Farbe trägt eine spezifische Bedeutung: Rot steht für Liebe und Kraft, Blau für Heilung und Frieden, während Grün Wachstum und Wohlstand symbolisiert.
Darüber hinaus können Ritualkerzen mit speziellen Kräutern, Ölen oder anderen natürlichen Inhaltsstoffen angereichert werden. Die Flamme dient dabei als Spiegelbild der Seele und reagiert auf alle Gefühle, Gedanken und Intentionen. Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass Ritualkerzen erst dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn die Intention nach dem Ritual losgelassen wird.
Dekorative Kerzen
Die Gestaltung dekorativer Kerzen hat sich zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Für die individuelle Gestaltung werden verschiedene Techniken eingesetzt, von Wachsplatten und Wachsstreifen bis hin zu speziellen Dekoobjekten.
Besonders beliebt sind personalisierte Kerzen für besondere Anlässe. Ob Hochzeit, Taufe oder Kommunion – jede Kerze kann mit Namen, Datum und passenden Symbolen verziert werden. Dennoch sollte bei der Gestaltung auf die richtige Balance geachtet werden. Die Verwendung von Wachsmalfarben ermöglicht eine punktgenaue und schnelle Verzierung.
Therapeutische Kerzen
Therapeutische Kerzen unterscheiden sich durch ihre spezifischen Wirkungsweisen. Eine besondere Kategorie bilden die Körperkerzen, die für verschiedene Anwendungen entwickelt wurden:
| Kerzentyp | Hauptwirkung | Einsatzgebiet |
|---|---|---|
| Magenta | Entscheidungshilfe | Beruf, Partnerschaft |
| Türkis | Klarheit | Seelisch-geistige Heilung |
| Regenbogen | Chakrenausgleich | Energiezentren |
| Beziehung | Beziehungsreinigung | Partnerschaft, Finanzen |
Schliesslich ist die richtige Anwendung entscheidend für den therapeutischen Erfolg. Bei der Verwendung von Massagekerzen sollte das Wachs mindestens 10 Minuten schmelzen, bis es die ideale Temperatur von 50-60°C erreicht hat. Die Kombination aus hochwertigen Wachsen und ätherischen Ölen schafft dabei ein besonderes Behandlungserlebnis.
Die therapeutische Wirkung wird durch natürliche Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Soja- und Bienenwachs verstärkt. Diese Komponenten sorgen nicht nur für intensive Pflege, sondern auch für eine optimale Aufnahme der ätherischen Öle. Dennoch ist zu beachten, dass therapeutische Kerzen keinen Ersatz für medizinische Behandlungen darstellen.
Sichere Verwendung von Kerzen
Jährlich verursachen unbeaufsichtigte Kerzen in der Schweiz über tausend Brände mit einer Schadensumme von fast 30 Millionen Franken. Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit strenger Sicherheitsmassnahmen beim Umgang mit Kerzen.
Wichtige Sicherheitsregeln
Zunächst ist der richtige Standort entscheidend. Der Abstand zwischen mehreren brennenden Kerzen sollte mindestens 10 Zentimeter betragen. Darüber hinaus müssen Kerzen stets ausserhalb der Reichweite brennbarer Materialien wie Vorhänge, Tapeten oder Dekorationen platziert werden.
Besondere Vorsicht gilt bei Teelichtern, deren Aluminiumbecher sich auf bis zu 300 Grad Celsius erhitzen können. Allerdings lässt sich diese Gefahr durch die Verwendung feuerfester Unterlagen minimieren. Die Temperatur im Innern einer Kerzenflamme kann sogar bis zu 1000 Grad erreichen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wahl des richtigen Kerzenständers. Dieser muss nicht nur feuerfest sein, sondern auch der Kerzengrösse angepasst und standsicher. Schliesslich können selbst hitzebeständige Kerzengläser bei Zugluft winzige Risse bekommen.
| Gefahrenquelle | Sicherheitsmassnahme | Begründung |
|---|---|---|
| Zugluft | Geschützter Standort | Verhindert ungleichmässiges Abbrennen |
| Brennbare Materialien | Mindestabstand einhalten | Reduziert Brandgefahr |
| Kerzengläser | Regelmässige Kontrolle | Vermeidet Glasbruch durch Überhitzung |
| Teelichter | Feuerfeste Unterlage | Schützt vor Hitzeschäden |
Besonders wichtig ist der Schutz von Kindern und Haustieren. Zündhölzer und Feuerzeuge müssen stets ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt in der Nähe brennender Kerzen spielen dürfen.
Im Brandfall ist schnelles Handeln entscheidend. Bei einem Kerzenbrand niemals mit Wasser löschen. Stattdessen sollte der Brandherd mit einem Tuch abgedeckt werden. Im Zweifelsfall gilt: Sofort die Feuerwehr unter der Nummer 118 alarmieren.
Die Brandgefahr lässt sich durch einfache Vorsichtsmassnahmen deutlich reduzieren. Saugfähige Materialien wie Textilien, Holz oder Adventskränze können farblos, giftfrei und umweltfreundlich gegen Entzündung imprägniert werden.
Ein oft unterschätztes Risiko stellen niedergebrannte Kerzen dar. Diese müssen rechtzeitig ausgetauscht werden, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Vor dem Verlassen des Raumes sollten grundsätzlich alle Kerzen gelöscht werden.
Die Geschichte zeigt die Bedeutung dieser Vorsichtsmassnahmen eindrucksvoll: Allein im 19. Jahrhundert wurden weltweit 1200 Theaterbrände durch offene Flammen verursacht. Diese historische Erfahrung unterstreicht die Wichtigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit Kerzen in der heutigen Zeit.
Pflege und Aufbewahrung
Die fachgerechte Aufbewahrung von Kerzen entscheidet massgeblich über ihre Qualität und Haltbarkeit. Eine sachgemässe Lagerung und Pflege verlängert nicht nur die Lebensdauer, sondern gewährleistet auch ein optimales Brennverhalten.
Richtige Lagerung
Die ideale Lagertemperatur für Kerzen liegt unter 25 Grad Celsius, da das Wachs bei höheren Temperaturen weich wird und sich verformen kann . Zunächst ist ein kühler, trockener Raum zu wählen, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist .
Darüber hinaus spielt die Positionierung eine entscheidende Rolle. Stumpenkerzen und Altarkerzen sollten aufrecht stehend gelagert werden, vorzugsweise in einem passenden Kerzenhalter oder auf einem Kerzenteller . Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei speziellen Kerzenverpackungen mit mehrfacher Abstützung ist auch eine liegende Lagerung möglich .
Bei der Verpackung gilt:
| Material | Eignung | Begründung |
|---|---|---|
| Seidenpapier | Optimal | Atmungsaktiv, schonend |
| Plastik | Ungeeignet | Kann mit Wachs reagieren |
| Wellpappe | Sehr gut | Robust, schützt vor Beschädigung |
| Metallboxen | Bedingt geeignet | Risiko von Temperaturschäden |
Besonders wichtig ist die getrennte Aufbewahrung verschiedener Kerzenarten. Duftkerzen können andere Kerzen mit ihrem Aroma beeinflussen . Vor allem weisse Kerzen sollten separat von bunten gelagert werden, um Verfärbungen zu vermeiden .
Verlängerung der Brenndauer
Die Brenndauer einer Kerze lässt sich durch verschiedene Massnahmen optimieren. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Bienenwachskerzen durch eine gewisse Lagerzeit sogar an Qualität gewinnen können, da der Wachs auskristallisiert .
Ein bemerkenswerter Aspekt ist die Möglichkeit, die Brenndauer durch Kühlung zu verlängern. Das Lagern im Kühlschrank kann die Brennzeit deutlich erhöhen . Noch effektiver ist die Aufbewahrung im Gefrierschrank, wobei hier besondere Vorsicht beim Auftauen geboten ist .
Für die Pflege gelten folgende Grundsätze:
- Kerzen vor dem Einlagern vollständig auskühlen lassen
- Regelmässige Kontrolle auf Verformungen oder Beschädigungen
- Staubablagerungen vorsichtig mit einem weichen Tuch entfernen
Bei der Reinigung von Kerzenoberflächen haben sich verschiedene Methoden bewährt. Kratzer lassen sich mit einem alten Nylonstrumpf polieren . Für hartnäckige Flecken eignet sich ein weiches Tuch mit etwas Spiritus .
Die Qualitätskontrolle spielt eine wichtige Rolle. Kerzen sollten regelmässig auf kleine Risse oder Verformungen überprüft werden. Falls sich eine Kerze durch die Lagerung verformt hat, kann sie auf einer glatten Oberfläche an einem warmen Ort (wie einem lauwarmen Heizkörper) vorsichtig wieder in Form gebracht werden . Bei kleineren Verformungen reicht manchmal schon die Handwärme aus .
Ein oft übersehener Aspekt ist der Schutz vor Feuchtigkeit. Das Dochtende sollte bei der Lagerung möglichst frei bleiben, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden . Schliesslich empfiehlt sich die Verwendung von Aufbewahrungsboxen mit Sichtfenster, die einen zusätzlichen Schutz vor Staub und mechanischen Einwirkungen bieten .
Die richtige Pflege beginnt bereits beim Abbrennen. Nach dem Löschen sollte der Docht in das noch flüssige Wachs getaucht und sofort wieder aufgerichtet werden . Diese einfache Massnahme verhindert nicht nur das Nachglimmen, sondern schützt auch den Docht vor Beschädigungen.
Schlussfolgerung
Die faszinierende Welt der Kerzen zeigt sich vielfältiger als zunächst angenommen. Wissenschaftliche Studien bestätigen ihre positive Wirkung auf unser Wohlbefinden, während die jahrhundertealte Tradition der Kerzenherstellung auch heute noch Menschen begeistert.
Besonders bemerkenswert erscheint der Wandel von der einfachen Lichtquelle zum therapeutischen Werkzeug. Natürliche Wachse wie Bienenwachs oder Soja bieten dabei nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Materialien. Allerdings erfordert der Umgang mit Kerzen stets Aufmerksamkeit und Sorgfalt – sowohl bei der Herstellung als auch bei der Verwendung.
Die richtige Pflege und sachgemässe Lagerung verlängern nicht nur die Lebensdauer unserer Kerzen, sondern gewährleisten auch ein optimales Brennverhalten. Durch sorgfältige Beachtung der Sicherheitshinweise können wir das warme Licht und die wohltuende Atmosphäre von Kerzen sicher geniessen.
Mit diesem Wissen ausgestattet, lässt sich die entspannende und therapeutische Wirkung von Kerzen noch bewusster erleben. Das traditionelle Handwerk der Kerzenherstellung beweist damit seine zeitlose Bedeutung für unser modernes Leben.
Dec 22
Wie Stiebel Eltron AG seit 100 Jahren die Energiebranche prägt

Seit seiner Gründung vor einem Jahrhundert hat sich Stiebel Eltron AG zu einem Synonym für Innovationen und Qualität in der Energiebranche entwickelt. Dieses Familienunternehmen hat massgeblich dazu beigetragen, den Weg für nachhaltige Energielösungen zu ebnen, indem es ständig Effizienz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Unternehmensphilosophie stellt. Mit der Entwicklung wegweisender Produkte wie Wärmepumpen hat Stiebel Eltron AG nicht nur den Markt für Haustechnik revolutioniert, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Diese anhaltende Verpflichtung zu Innovation und Qualität verleiht dem Unternehmen eine führende Position in der globalen Energiebranche.
In diesem Artikel werden wir einen umfassenden Blick auf die beeindruckende Geschichte von Stiebel Eltron AG werfen, von dessen bescheidenen Anfängen bis hin zur globalen Expansion und seinem Beitrag zur Energiewende. Wir beleuchten die wichtigsten Meilensteine der Unternehmensgeschichte, darunter bedeutende Produktinnovationen, die Internationalisierung und Markterweiterung, die Unternehmensphilosophie und Vision sowie herausragende Erfolgsgeschichten und Leuchtturmprojekte. Des Weiteren wird die Bedeutung der Mitarbeiter und der Unternehmenskultur, die zu diesem anhaltenden Erfolg beiträgt, beleuchtet. Durch die Erforschung dieser Aspekte erhält man Einblick in die Dynamik eines Unternehmens, das seit 100 Jahren die Branche prägt und weiterhin als Pionier im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit agiert.
Gründung und erste Innovationen
Am 5. Mai 1924 markierte die Gründung von Stiebel Eltron durch Dr. Theodor Stiebel in Berlin einen Wendepunkt in der Energiebranche. Mit einem Startkapital von 20.000 Reichsmark und einer visionären Idee begann die Erfolgsgeschichte von Stiebel Eltron in einer kleinen Hinterhofwerkstatt in Berlin-Kreuzberg, Reichenberger Strasse 143.
Die Erfindung des Ringtauchsieders
Die bahnbrechende Erfindung, die Stiebel Eltron seinen initialen Schub gab, war der Ringtauchsieder. Diese Innovation, die Dr. Stiebel selbst entwickelte und produzierte, wurde aufgrund ihrer schnellen Aufheiz- und kurzen Abkühlzeit auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1924 von den Besuchern bestaunt. Der Ringtauchsieder revolutionierte den Markt durch seine Effizienz und bildete die Grundlage für die späteren Grossserienproduktionen des Unternehmens.
Die Gründung von Eltron
Das Unternehmen, ursprünglich als ELTRON Dr. Theodor Stiebel benannt, wurde offiziell im Handelsregister am 5. Mai 1924 eingetragen. In den Anfangsjahren konzentrierte sich die Produktion auf den Ringtauchsieder TLn, der in zwei angemieteten Gebäuden in Berlin mit einem kleinen Team von 10 Mitarbeitern hergestellt wurde. Diese frühen Jahre legten den Grundstein für das, was Stiebel Eltron heute ist – ein führendes Unternehmen in der Energiebranche, das sich durch Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit auszeichnet.
Diese Gründungsphase und die ersten Innovationen von Stiebel Eltron sind nicht nur ein Beweis für den unternehmerischen Geist von Dr. Theodor Stiebel, sondern auch für die langfristige Vision des Unternehmens, die Energiebranche nachhaltig zu prägen.
Expansion und Entwicklung
Im Laufe der Jahre hat Stiebel Eltron seine Produktionskapazitäten und sein Produktportfolio erheblich erweitert, um der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Heizlösungen gerecht zu werden. Diese Entwicklungsphase markiert einen wesentlichen Abschnitt in der Firmengeschichte, der durch strategische Investitionen und Innovationen gekennzeichnet ist.
Erweiterung des Produktportfolios
Stiebel Eltron hat kontinuierlich in die Erweiterung seines Produktportfolios investiert, insbesondere im Bereich der Wärmepumpentechnologie. Diese Technologie nutzt erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung, was sie zu einer Schlüsselkomponente im Streben des Unternehmens nach Nachhaltigkeit macht. Die Wärmepumpen von Stiebel Eltron sind so konzipiert, dass sie den individuellen Bedarf eines Hauses decken und dabei effizient und leise arbeiten. Um diese Technologie weiter voranzutreiben, hat das Unternehmen in neue Produktionsstätten investiert, wie die Eröffnung einer Produktionshalle in Poprad, Slowakei, die auf die Herstellung von Wärmepumpen und Warmwasserspeichern spezialisiert ist.
Neubau des Werks in Holzminden
Ein weiterer bedeutender Schritt in der Entwicklung von Stiebel Eltron war der Neubau des modernsten Behälterwerks Europas am Standort Holzminden. Dieses Werk, das eine Investition von 35 Millionen DM darstellt, ist auf die Produktion von Warmwasserspeichern spezialisiert und ermöglicht die Fertigung von Behältern mit einem Volumen von 30 bis 700 Litern auf höchstem Qualitätsniveau. Der Neubau dieses Werks schuf 50 neue Arbeitsplätze und unterstreicht das Engagement von Stiebel Eltron für die Region sowie für die technologische Führerschaft im Bereich der Heiztechnologie.
Durch diese strategischen Entwicklungen konnte Stiebel Eltron seine Marktposition stärken und seine Führungsrolle in der Branche der erneuerbaren Energien weiter ausbauen.
Beitrag zur Energiewende
Entwicklung von Wärmepumpen
Stiebel Eltron hat in seiner langen Geschichte wesentlich zur Entwicklung und Verbreitung von Wärmepumpentechnologien beigetragen. Diese Technologien nutzen Energie aus der Umwelt, um Wärme für das Haus bereitzustellen. Durch den Einsatz eines Wärmeübertragers wird die in Wasser, Erdreich, Aussenluft oder Abluft enthaltene Wärme dem Kältemittel zugeführt und auf ein höheres Temperaturniveau gebracht, sodass sie für das Heizsystem oder die Warmwasserbereitung nutzbar gemacht werden kann. Mit solchen Systemen können je nach Energiequelle bis zu fünf Anteile Umweltenergie je Anteil elektrischer Energie als Heizenergie bereitgestellt werden.
In den 1970er Jahren, bedingt durch das Erdölembargo und die darauf folgende Energiekrise, intensivierte sich die Forschung und Entwicklung im Bereich der Wärmepumpen. Stiebel Eltron reagierte auf diese Herausforderungen mit Innovationen und brachte 1993 die erste Propan-Wärmepumpe auf den Markt. Diese Entwicklung unterstreicht das Engagement des Unternehmens, auch unter schwierigen Bedingungen führend in der Technologie zu bleiben und nachhaltige Lösungen anzubieten.
Fokus auf erneuerbare Energien
Stiebel Eltron hat sich nicht nur auf die Entwicklung effizienter Wärmepumpen konzentriert, sondern auch den Fokus auf die Nutzung erneuerbarer Energien gelegt. Das Unternehmen erkennt in erneuerbaren Energien, wie Sonnen-, Wind- und Wasserenergie, die Zukunft der Energieversorgung. Mit der Einführung von Systemen, die erneuerbare Energien nutzen, bietet Stiebel Eltron seinen Kunden nicht nur Unabhängigkeit und Investitionssicherheit, sondern trägt ebenfalls signifikant zur Reduktion von CO2-Emissionen bei.
Ein weiterer bedeutender Schritt in der Förderung erneuerbarer Energien war der Umstieg von synthetischen auf natürliche Kältemittel in den Wärmepumpen. Diese Änderung wurde notwendig, da synthetische Kältemittel zwar effizient, aber umweltschädlich sein können. Die Umstellung auf natürliche Kältemittel, wie Propan, verringert das Risiko einer Treibhauswirkung im Falle einer Leckage und verbessert die Gesamteffizienz der Anlagen.
Stiebel Eltron nimmt aktiv an der Gestaltung der Energiewende teil, indem es Produkte entwickelt, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig sind. Durch diese Bemühungen unterstützt das Unternehmen nicht nur den Klimaschutz, sondern fördert auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Branche der erneuerbaren Energien.
Internationalisierung und Markterweiterung
Stiebel Eltron hat seine Präsenz auf der globalen Bühne durch den strategischen Aufbau von Produktionsstätten und Vertriebsorganisationen in verschiedenen Ländern signifikant erweitert. Diese internationale Expansion ermöglicht es dem Unternehmen, effektiv auf die weltweite Nachfrage nach seinen Produkten zu reagieren und die Marke Stiebel Eltron als Synonym für Qualität und Innovation in der Energiebranche zu etablieren.
Globale Produktionsstätten
Stiebel Eltron betreibt Produktionsstätten in mehreren Ländern, darunter Deutschland, Thailand, die Slowakei und China. Jede dieser Einrichtungen ist spezialisiert auf bestimmte Produktlinien, die den regionalen Anforderungen und Standards entsprechen. Beispielsweise ist das Werk in Ayutthaya, Thailand, seit 2001 in Betrieb und konzentriert sich auf die Herstellung von Kleindurchlauferhitzern und anderen Geräten für asiatische und weltweite Märkte. In der Slowakei, am Fuss der Hohen Tatra, liegt der Fokus auf Warmwasser-Wärmepumpen und Warmwasserspeichern, während in Tianjin, China, seit 2004 Lüftungsanlagen, Wärmepumpen und Elektroheizungen produziert werden.
Weltweite Vertriebsorganisationen
Neben den Produktionsstätten hat Stiebel Eltron ein umfangreiches Netzwerk von Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern aufgebaut, das in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten ist. Diese globalen Vertriebsorganisationen ermöglichen es Stiebel Eltron, eng mit den Kunden zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass die Produkte und Dienstleistungen optimal auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt sind. Alle 15 Sekunden wird weltweit ein Gerät von Stiebel Eltron in Betrieb genommen, was die Reichweite und den Einfluss des Unternehmens auf dem globalen Markt unterstreicht.
Durch diese internationalen Bemühungen kann Stiebel Eltron nicht nur seine globalen Marktanteile erhöhen, sondern auch aktiv zur globalen Energiewende beitragen, indem es innovative und nachhaltige Produkte weltweit anbietet.
Unternehmensphilosophie und Vision
Seit seiner Gründung im Jahr 1924 hat Stiebel Eltron eine klare Vision: die Entwicklung und Herstellung von Produkten, die nicht nur energieeffizient, sondern auch benutzerfreundlich und sicher sind. Diese Vision, geprägt von Dr. Theodor Stiebel, bleibt auch heute ein fundamentaler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die kontinuierliche Anmeldung von über 1.700 Patenten und eingetragenen Designs unterstreicht das anhaltende Engagement für Innovation und technologische Führerschaft.
Innovationsgeist als Antrieb
Der Innovationsgeist bei Stiebel Eltron ist nicht nur ein Teil der Geschichte, sondern prägt auch die Gegenwart und Zukunft des Unternehmens. Mit einem klaren Fokus auf Technologiekompetenz, Qualität und Kundennähe strebt Stiebel Eltron danach, weltweit führend in den Bereichen Haustechnik und grüne Technologien zu sein. Die Firmenphilosophie betont, dass “Strom die Energie der Zukunft” ist, vorzugsweise aus erneuerbaren Quellen. Dieser Ansatz spiegelt sich in der Entwicklung von Produkten wider, die auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit ausgerichtet sind, um den globalen Herausforderungen in der Energieversorgung zu begegnen.
Nachhaltigkeit und Klimaneutralität
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Pfeiler der Unternehmensphilosophie von Stiebel Eltron. Das Unternehmen verpflichtet sich, ökologische und soziale Belange in seine Entscheidungsprozesse einzubeziehen, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten, die ein menschenwürdiges Leben weltweit ermöglicht und die natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen bewahrt. Mit der Umstellung auf natürliche Kältemittel in den Wärmepumpen und der Fokussierung auf erneuerbare Energien wie Luft, Wasser und Erde zeigt Stiebel Eltron, wie technologische Innovationen zum Klimaschutz beitragen können. Darüber hinaus hat das Unternehmen das ambitionierte Ziel, bis 2040 in Deutschland bilanziell zu 100 Prozent klimaneutral zu sein, indem es seinen CO2-Fussabdruck signifikant reduziert und sämtliche Heizungen auf regenerative Energiequellen umstellt.
Diese Philosophie und Vision bilden nicht nur die Grundlage für die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte, sondern fördern auch eine Unternehmenskultur, die auf Langfristigkeit, Kundenorientierung und ökologische Verantwortung ausgerichtet ist.
Erfolgsgeschichten und Leuchtturmprojekte
Passivhaus-Projekt
Das Engagement von Stiebel Eltron für nachhaltige Bauweisen wird durch das wegweisende Passivhaus-Projekt in Hannover deutlich. Hierbei wurde ein leerstehendes Mehrfamilienhaus in ein modernes Passivhaus umgebaut, wodurch der Heizwärmebedarf drastisch von 230 kWh/m² auf nur 15 kWh/m² pro Jahr reduziert wurde. Dieses Projekt demonstriert nicht nur die technologische Kompetenz von Stiebel Eltron in der Heiz- und Lüftungstechnik, sondern setzt auch neue Massstäbe in der Energieeffizienz.
Ein weiteres Beispiel für innovative Ansätze im Bereich Passivhaus ist das von einem Architekten für seine Familie entworfene Haus, das den STIEBEL ELTRON-Effizienz- Preis gewann. Mit einem Energiebedarf von nur 12,5 kW/m² im Jahr blieb das Haus sogar unter dem projektierten Bedarf. Die herausragende Dämmung und ein Lüftungs-Integralgerät, das sowohl Heizungs- als auch Warmwasserbedarf deckt, unterstreichen die Effizienz der Lösungen von Stiebel Eltron.
PlusEnergieHaus
Ein bemerkenswertes Beispiel für Stiebel Eltrons Beitrag zu nachhaltigen Energiesystemen ist das vom Solar Decathlon in Washington prämierte Gebäude, das von Studenten der TU Darmstadt entwickelt wurde. Dieses PlusEnergieHaus, ausgestattet mit Heiz- und Lüftungstechnik von Stiebel Eltron, tourte anschliessend durch Deutschland und diente als Demonstrationsobjekt für effiziente Energiekonzepte.
Der Energy Campus in Holzminden, ein weiteres Leuchtturmprojekt, wurde mit dem Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet und dient als Aushängeschild für die Unternehmensphilosophie von Stiebel Eltron. Die Wärmepumpentechnik nutzt Grundwasser als Energiequelle und ist integraler Bestandteil des ganzheitlichen Energiekonzepts, das eine optimierte Gebäudehülle und eine Photovoltaikanlage umfasst.
Diese Projekte zeigen, wie Stiebel Eltron durch innovative Lösungen und technologische Führerschaft aktiv die Energiewende unterstützt und nachhaltige, effiziente Energiesysteme für die Zukunft entwickelt.
Mitarbeiter und Unternehmenskultur
Motivierte Belegschaft
Bei Stiebel Eltron wird grosser Wert auf die Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter gelegt. Die Unternehmenskultur fördert eine Atmosphäre, in der Sie sich als Mitarbeiter geschätzt fühlen und Ihre berufliche sowie persönliche Entwicklung vorantreiben können. Trainingsprogramme und Weiterbildungsmöglichkeiten sind integraler Bestandteil der Personalentwicklung, um sicherzustellen, dass die Belegschaft nicht nur fachlich kompetent, sondern auch motiviert bleibt. Dies trägt dazu bei, dass das Unternehmen seine führende Position in der Energiebranche durch hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter sichern kann.
Auszeichnungen und Anerkennung
Stiebel Eltron hat zahlreiche Auszeichnungen für seine herausragende Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung erhalten. Diese Anerkennungen spiegeln das Engagement des Unternehmens wider, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die nicht nur produktiv, sondern auch unterstützend und inspirierend ist. Die Auszeichnungen unterstreichen die Effektivität der Massnahmen zur Mitarbeitermotivation und -entwicklung, die Stiebel Eltron umsetzt, um eine inklusive und dynamische Arbeitsatmosphäre zu fördern.
Schlussfolgerung
Im Laufe eines Jahrhunderts hat Stiebel Eltron AG eine bemerkenswerte Transformation und Expansion erlebt, von den bescheidenen Anfängen in einer kleinen Berliner Werkstatt bis hin zu einem weltweit anerkannten Pionier für nachhaltige Energielösungen. Durch die stete Verpflichtung zu Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit hat das Unternehmen nicht nur bedeutende Produktentwicklungen in der Energiebranche vorangetrieben, sondern auch massgeblich zur globalen Energiewende beigetragen. Die Entwicklung wegweisender Wärmepumpentechnologien und der Fokus auf erneuerbare Energien unterstreichen das Engagement des Unternehmens für eine klimafreundliche Zukunft.
Die beeindruckende Geschichte von Stiebel Eltron, geprägt durch technologische Pionierleistungen und ein nachhaltiges Wirtschaften, ist ein inspirierendes Beispiel für visionäres Unternehmertum. Durch die weitere Internationalisierung und den unermüdlichen Einsatz für innovative und umweltschonende Produkte leistet Stiebel Eltron einen wichtigen Beitrag zur globalen Reduktion von CO2-Emissionen und zur Sicherung der Energieversorgung. Dieses Erbe und die laufenden Bemühungen unterstreichen die zentrale Rolle, die das Unternehmen bei der Gestaltung der Zukunft der Energiebranche spielt, und motivieren zu weiterer Forschung und Entwicklung in Richtung einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft.
FAQs
Wer ist der Gründer von STIEBEL ELTRON?
Dr. Theodor Stiebel ist der Gründer von STIEBEL ELTRON. Er begann 1924 in einer kleinen Hinterhofwerkstatt in Berlin mit der Erfindung und Produktion des Ringtauchsieders, was den Grundstein für die erfolgreiche Geschichte des Unternehmens legte.
Was produziert die Firma Stiebel Eltron?
Stiebel Eltron stellt elektrische Geräte, Warmwasserbereiter, Heizsysteme sowie Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien her. Dazu gehören Wärmepumpenheizungen und Systeme zur kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung.
Wie hoch ist der Umsatz von STIEBEL ELTRON?
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Was ist das Gehalt bei STIEBEL ELTRON?
Diese Information ist im bereitgestellten Material nicht vorhanden.
Oct 8
Inkontinenzeinlagen für Frauen und Männer sind sehr hilfreich
Die Inkontinenz breitet sich immer weiter aus und die Zahl der Betroffenen wächst rasant. In der Schweiz gehen Wissenschaftler davon aus, dass ungefähr 15 Prozent der Frauen an Inkontinenz leiden. Im Nachbarland Deutschland sind es ganze 25 Prozent. Ein alarmierender Wert, der den Blick auf die Ursachen lenkt. Der sprunghafte Anstieg ist wissenschaftlich noch nicht vollends analysiert, doch mehren sich die Anzeichen, dass es mit dem gestiegenen Stress in der heutigen Gesellschaft erklärt werden kann.
Unser Organismus ist ein hochsensibles Zusammenspiel aus unendlichen vielen Kompetenten. Stress erweist sich immer mehr als wahres Gift für ihn. Bei Männern sehen die Zahlen noch etwas entspannter aus, in der Schweiz geht man davon aus, dass rund acht Prozent aller Männer davon betroffen sind und in Deutschland sind es derer schon elf Prozent. Ein weiterer Beleg dafür, dass unsere Schweizer Gelassenheit gut für die Gesundheit ist. Dennoch schauen auch wir nicht weg, wenn Menschen an etwas leiden, insbesondere dann, wenn es mit so viel Scham verbunden ist.
Inkontinenzeinlagen für Frauen und Männer

Die gute Nachricht vorne weg: Inkontinenz ist in den allermeisten Fällen heilbar. Auf dem Weg der Heilung eignen sich die Inkontinenzeinlagen für Frauen und Männer, um Beeinträchtigungen im Tagesablauf zu vermeiden. In fast allen Fällen ist es ein temporäres Problem, beispielsweise nach einer Operation oder bei starker nervlicher Belastung.
Ein weiterer Grund für den Anstieg wird im gestiegenen Konsum von Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Medikamenten gegen Bluthochdruck gesehen. Inkontinenz ist oftmals eine der vielen unerwünschten Nebenwirkungen solcher Präparate. Überlegen Sie sich daher stets gut, welche Medikamente wirklich notwendig sind.
Wichtig ist jedoch, sofort einen Arzt zu konsultieren, denn je schneller das Problem erkannt und behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Falsche Scham sollte einen nicht davon abhalten, um Hilfe zu bitten. Im gut sortierten Fachhandel finden sich sinnvolle Produkte, mit denen man die Zeit überbrücken kann.
Lassen Sie sich nicht verunsichern

In einigen wenigen Fällen kann Inkontinenz zu einem dauerhaften Problem werden. Doch auch das bedeutet nicht das Ende der Welt. Ein Leben der Teilhabe mit viel Sport und anderen Aktivitäten sind problemlos möglich. Die Einlagen sind absolut sicher und lassen keinen Tropfen nach draussen dringen. Sie sind geruchsneutral und einfach zu wechseln.
Auf der ganzen Welt geht man von ungefähr 200 Millionen Betroffenen aus. Die sogenannte Belastungsinkontinenz nimmt einen immer grösseren Anteil ein. Ebenfalls stellen die Wissenschaftler fest, dass der Anteil junger Frauen und Männer immer weiter zunimmt, die darunter leiden. Besonders für sie ist es wichtig, mit den richtigen Produkten die Freude am Leben nicht zu verlieren.
Neben einer medikamentösen Behandlung empfehlen Experten ein spezielles Beckenbodentraining. Im Yoga finden wir eine ganze Reihe guter Übungen, die den Beckenboden stärken und dafür sorgen können, dass Inkontinenz der Vergangenheit angehören kann. Im Idealfallen setzen Sie während Ihrer Heilung auf beide Wege. Es kann jedoch auch für gesunde Menschen hilfreich sein, als eine Prävention für mögliche Alterskrankheiten den Beckenboden zu trainieren.
Jul 4
Die Rolle von Finanzberatern bei der Förderung nachhaltiger Investitionen
Die Welt des Investierens hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Immer mehr Anleger erkennen, dass sie durch ihre Investmententscheidungen nicht nur Renditen erzielen, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt ausüben können. Nachhaltige Investitionen sind dabei in den Vordergrund getreten und haben sich als ein bedeutender Trend etabliert. In diesem Zusammenhang spielt die Rolle von Finanzberatern eine entscheidende Rolle bei der Förderung nachhaltiger Investitionen.
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Verständnis für nachhaltige Investitionen
Nachhaltige Investitionen, auch ESG-Investitionen (Environmental, Social, Governance) genannt, beziehen sich auf Investitionen, die neben finanziellen Kriterien auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren berücksichtigen. Das Ziel ist es, sowohl finanzielle Renditen zu erzielen als auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt zu leisten.
In diesem Kontext agieren Finanzberater als Vermittler zwischen Anlegern und den Anlageoptionen. Sie müssen sich mit den verschiedenen Aspekten nachhaltiger Investitionen auskennen, einschliesslich der verschiedenen Strategien, den zugrundeliegenden Kriterien und den potenziellen Vorteilen und Risiken. Durch ihr fundiertes Verständnis können sie Anlegern helfen, informierte Entscheidungen zu treffen und Investitionen auszuwählen, die ihren finanziellen Zielen und ihren persönlichen Werten entsprechen.
Bewusstseinsbildung und Bildung
Ein wichtiger Aspekt der Rolle von Finanzberatern bei der Förderung nachhaltiger Investitionen besteht darin, das Bewusstsein und Verständnis für nachhaltige Investitionen zu fördern. Viele Anleger sind sich vielleicht nicht bewusst, dass sie durch ihre Investitionen einen positiven Einfluss ausüben können, oder sie verstehen vielleicht nicht, wie sie dies erreichen können.
Finanzberater können hierbei durch Bildungsarbeit helfen. Sie können Anlegern die Grundlagen nachhaltiger Investitionen erklären, einschliesslich der verschiedenen Strategien, der zugrundeliegenden Kriterien und der potenziellen Vorteile und Risiken. Durch regelmässige Informationsveranstaltungen, Seminare oder individuelle Beratungsgespräche können sie das Bewusstsein und Verständnis für nachhaltige Investitionen stärken.
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Individuelle Beratung
Jeder Anleger ist unterschiedlich, und was für einen Anleger passt, passt möglicherweise nicht für einen anderen. Finanzberater spielen eine entscheidende Rolle dabei, individuelle Anlagestrategien zu entwickeln, die den finanziellen Zielen, dem Risikoprofil und den persönlichen Werten und Überzeugungen eines Anlegers entsprechen.
Bei nachhaltigen Investitionen bedeutet dies, dass sie Anlegern helfen, Investitionen zu identifizieren, die sowohl finanzielle Renditen liefern als auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt leisten. Dies kann beinhalten, in Unternehmen zu investieren, die strenge Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien erfüllen, oder in Fonds zu investieren, die sich auf spezifische Themen wie erneuerbare Energien oder soziale Gerechtigkeit konzentrieren.
(https://pixabay.com/photos/sustainability-hand-keep-tree-3303398/)
Bewertung und Auswahl von nachhaltigen Investitionen
Nicht alle nachhaltigen Investitionen sind gleich, und es ist wichtig, die zugrundeliegenden Kriterien und Strategien sorgfältig zu bewerten. Finanzberater können Anlegern dabei helfen, die Qualität und Glaubwürdigkeit von nachhaltigen Investitionen zu bewerten.
Dies kann beinhalten, die Berichterstattung und Transparenz von Unternehmen oder Fonds zu prüfen, die Leistung und Risiken von nachhaltigen Investitionen zu bewerten und die Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien zu beurteilen. Durch ihre Expertise und Erfahrung können Finanzberater Anlegern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Investitionen auszuwählen, die sowohl finanzielle Renditen liefern als auch einen positiven Einfluss ausüben.
Fazit
Die Rolle von Finanzberatern bei der Förderung nachhaltiger Investitionen ist von entscheidender Bedeutung. Durch ihr fundiertes Verständnis, ihre Bildungsarbeit, individuelle Beratung und Bewertung von nachhaltigen Investitionen können sie Anlegern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Investitionen auszuwählen, die ihren finanziellen Zielen und persönlichen Werten entsprechen. In einer Zeit, in der immer mehr Anleger einen positiven Einfluss ausüben möchten, können Finanzberater eine entscheidende Rolle dabei spielen, diese Ziele zu erreichen.
May 30
Von Divestment bis Reinvestment: Wie Fossil Free Portfolios die Zukunft gestalten
Fossil Free Portfolios für eine nachhaltigere Zukunft
Was ist Divestment?

Warum ist Divestment wichtig?
Was ist Reinvestment?

Quelle:(https://pixabay.com/images/id-2742302/)
Wie können Fossil Free Portfolios die Zukunft gestalten?
Grüne Technologien im Aufschwung
Attraktive Investitionsziele
Eektromobilität

Quelle:(https://pixabay.com/images/id-3117778/)
Energiespeicher
Recycling
Agrartechnologie
Anlageberatung um nachhaltige Investitionen zu identifizieren
May 4
Der Wiener Operetten-Zauber hier bei uns in der Schweiz
Er gilt als der gesellschaftliche Höhepunkt des Wiener Faschings. Am letzten Donnerstag vor dem Aschermittwoch lädt die Wiener Staatsoper zum Ball und die ganze Welt schaut zu. Es ist ein musikalisches Grossereignis und das grösste seiner Art im benachbarten Österreich. Zum Gelingen tragen fast 1’500 Beschäftigte und Mitwirkende bei, damit es den 5’500 Gästen an nichts fehlt. Die gesamte Kulturszene sowie die Vertreter aus der Wirtschaft kommen für einen fulminanten Abend zusammen. Den Wiener Opernball umweht eine ganz besondere Aura. Das liegt nicht nur an den schillernden Gästen – der Ball offenbart all das, wofür Wien steht. Wer Wien wirklich kennenlernen möchte, der muss einmal diesen Ball erlebt haben.
Jetzt gibt es auch bei uns in der Schweiz den Wiener Operetten-Zauber

Denn warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? In diesem Falle liegt das Gute im KKL Luzern und dort wartet das Original Wiener Opernball Orchester auf seine Schweizer Gäste. So können auch wir uns von der Wiener Lebensart verzaubern lassen. Der Ball hat eine lange Tradition. Es war im Jahre 1814, als man sich zum ersten Male zu dieser Tanzveranstaltung traf. Seit 1877 wird er bis heute in der Wiener Staatsoper abgehalten und hat sich zu einem wahren Wirtschaftsfaktor für die Stadt Wien entwickeln können.
Das legendäre Orchester spielt mittlerweile auch an anderen Orten, um die Menschen ein wenig an der Magie dieser einzigartigen Nacht teilhaben zu lassen. Wir haben nun im Juni das grosse Glück, Gastgeber sein zu dürfen. Unter der Leitung von Andreas Spörri wird das Original Wiener Opernball Orchester seine ganzen Qualitäten ausspielen. Die Schweizer Gäste erwartet eine Nacht mit den besten Stücken aus der Wiener Musik.
Die goldene Ära der Operetten-Musik

Im KKL Luzern erwarten uns Interpretationen von Johann Strauss, Josef Strauss, Franz Lehär, Emmerich Kalman, Carl Zeller und Franz von Suppé. Tauchen Sie ein in die unvergessenen Melodien aus den bewegendsten Operetten der Kulturgeschichte und lassen Sie sich dabei auch immer wieder von unbekannteren Stücken auf das Positivste überraschen.
Wir empfehlen Ihnen eine dem Anlass angemessene Garderobe, Smoking für den Herrn und Ballkleid für die Dame. Denn es ist auch beim Original in Wien nicht nur die Musik, die für die magischen Momente sorgt, es sind die besonderen Gäste. Ob der österreichische Baulöwe Richard Lugner ebenfalls in Luzern zugegen sein wird, ist nicht überliefert. Doch wir können mit Gewissheit sagen, dass der Rahmen, den das KKL Luzern seinen Gästen bereiten wird, dem des Wiener Opernhauses in nichts nachstehen wird.
Was auch immer für Sie persönlich die Faszination des Wiener Opernballs ausmacht, sei es die Musik, seine Gäste, seine Historie oder sein unnachahmlicher Charme, in Luzern werden Sie auf das Beste unterhalten werden. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Besuch und empfehlen Ihnen, sich zeitig um die Karten zu kümmern, da diese immer sehr schnell ausverkauft sind.



