Innenaufstellung von Wärmepumpen: Schallschutz & Effizienz im Fokus

Wärmepumpe Innenaufstellung bietet beeindruckende Vorteile für Hauseigentümer. Während unsere innenaufgestellte Sole-Wasser-Wärmepumpe einen Schallpegel von nur 50 dB(A) erreicht, erzeugt ein gewöhnlicher Kühlschrank bereits 55 dB(A) und eine Waschmaschine sogar 75 dB(A). Diese leise Betriebsweise macht die Innenaufstellung besonders attraktiv.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe Innenaufstellung überzeugt zusätzlich durch erhebliche Kosteneinsparungen. Dadurch, dass Wärmepumpen natürliche Wärme aus der Umgebung nutzen, sinkt der Strombedarf um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu fossilen Heizsystemen. Bei der Planung spielt auch der Platzbedarf eine wichtige Rolle – die maximale Aufstellfläche beträgt 1.800 x 850 mm, was genau dem Raum entspricht, den Waschmaschine und Trockner mit etwas Geräteabstand benötigen. In diesem Artikel betrachten wir die wesentlichen Aspekte der Wärmepumpe Innenaufstellung mit besonderem Fokus auf Schallschutz und Effizienz. Wir zeigen, wie eine möglichst leise Wärmepumpe zu den wirkungsvollsten Massnahmen für den Lärmschutz gehört.

Unterschiede zwischen Innen- und Aussenaufstellung von Wärmepumpen

Bei der Wahl des idealen Aufstellorts für eine Wärmepumpe stehen Hausbesitzer vor einer grundlegenden Entscheidung. Etwa 90 Prozent aller Luft-Wasser-Wärmepumpen werden im Aussenbereich installiert, während die Innenaufstellung deutlich seltener vorkommt. Diese Verteilung hat sowohl technische als auch praktische Gründe, die wir nachfolgend genauer betrachten.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: Innenaufstellung vs. Aussenaufstellung

Bei der Aussenaufstellung wird die Wärmepumpe mit allen Komponenten ausserhalb des Gebäudes platziert, wo sie die Aussenluft direkt als Wärmequelle erschliesst. Das erwärmte Heizwasser wird anschliessend über isolierte Leitungen zum Wärmespeicher im Gebäudeinneren geleitet. Diese Variante erfordert lediglich einen stabilen Betonsockel und minimale Wanddurchbrüche für die Heizungsrohre. Üblicherweise erfolgt die Montage innerhalb eines Tages.

Im Gegensatz dazu befindet sich bei der Innenaufstellung das komplette Gerät im Hausinneren. Die benötigte Aussenluft wird über Luftkanäle angesaugt und wieder abgeführt. Dafür sind allerdings grössere Wanddurchbrüche notwendig – mindestens 50 x 50 cm gross. Diese müssen ausreichend weit voneinander entfernt sein, um einen thermischen Kurzschluss zu vermeiden.

Bezüglich der Effizienz gibt es zwischen beiden Aufstellungsvarianten kaum nennenswerte Unterschiede. Vielmehr entscheiden praktische Erwägungen und bauliche Gegebenheiten über die optimale Lösung.

Platzbedarf und Nutzung von Keller- oder Technikräumen

Für eine Innenaufstellung wird ein Raum mit mindestens 2 x 2 Metern Grundfläche empfohlen. Idealerweise befindet sich die Wärmepumpe in einem gut belüfteten Raum mit ebenem, tragfähigem Untergrund. Eine Eckposition bietet dabei Vorteile für die Luftführung und vermindert die Gefahr eines thermischen Kurzschlusses.

Folgende Räume eignen sich besonders für die Innenaufstellung:

  • Keller: Ideal wegen guter Dämmung und ausreichendem Platzangebot
  • Hauswirtschaftsraum: Platzsparend für kompakte Modelle
  • Technikraum: Gut für die Schallisolierung
  • Garage oder Nebengebäude: Bietet Schutz, erfordert aber gute Wärmedämmung

Bei der Planung sollten die Transportwege berücksichtigt werden: Passt die Wärmepumpe durch alle Türen? Ist eine separate Einbringöffnung nötig? Besonders in Altbauten mit engen Kellertreppen kann dies zum Hindernis werden.

Schallquellen bei Innen- und Aussenaufstellung im Vergleich

Die Geräuschentwicklung stellt einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Installationsarten dar. Bei der Innenaufstellung liegt die durchschnittliche Lautstärke einer Luftwärmepumpe zwischen 48 und 57 dB(A), während sie bei der Aussenaufstellung etwa 56 bis 63 dB(A) beträgt. Zum Vergleich: Eine innenaufgestellte Anlage ist im Betrieb etwa so laut wie ein Kühlschrank.

Bei der Aussenaufstellung muss ein Mindestabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück eingehalten werden, um Lärmbelästigungen zu vermeiden. Zudem spielt die Positionierung eine wichtige Rolle: Der Abluftstrom sollte möglichst zur Strasse hin und nicht zu Terrassen oder Gehwegen ausgerichtet sein.

Bei der Innenaufstellung verbreitet sich der Schall hauptsächlich über:

  • Körperschall durch Boden und Wände
  • Luftschall über Fenster, Treppenhaus oder Kellerdecke
  • Schallemissionen über Lichtschächte
  • Zisch- und Pfeifgeräusche im Abtaubetrieb über Luftkanäle

Für eine optimale Schalldämmung bei der Innenaufstellung empfiehlt sich die Verwendung von schallabsorbierenden Materialien, während im Aussenbereich ein Betonfundament mit untergelegter Gummiplatte oder eine Aufstellung auf Rasenfläche schallmindernd wirkt.

Unabhängig von der gewählten Variante bieten moderne Wärmepumpen dank fortschrittlicher Technologie deutlich verbesserte Schalldämmung und leisere Betriebsweise als frühere Generationen.

Technische Anforderungen an die Innenaufstellung

Die technische Umsetzung einer Wärmepumpe im Innenbereich erfordert eine sorgfältige Planung verschiedener baulicher Aspekte. Während die grundsätzliche Entscheidung zwischen Innen- und Aussenaufstellung bereits getroffen ist, betrachten wir nun die konkreten technischen Voraussetzungen im Detail.

Traglast und Bodenbeschaffenheit im Aufstellraum

Die Beschaffenheit des Untergrunds spielt eine entscheidende Rolle für den sicheren Betrieb einer innenaufgestellten Wärmepumpe. Der Boden muss eben und vor allem ausreichend tragfähig sein, um das Gewicht der Anlage problemlos zu tragen. Folgende Räumlichkeiten eignen sich besonders gut:

  • Keller oder Hauswirtschaftsraum: Diese Bereiche bieten meist optimale Bedingungen und liegen idealerweise in der Nähe der Heizungsanlage
  • Garage: Bietet Schutz, erfordert allerdings eine gute Wärmedämmung
  • Dachboden: Nur bedingt geeignet – hier muss unbedingt die Tragfähigkeit der Zwischendecke geprüft werden

Der benötigte Platzbedarf beträgt mindestens 2 x 2 Meter für die Wärmepumpe selbst, zuzüglich etwa 50 bis 80 Zentimeter Abstand zur Wand. Dennoch sind moderne innenaufgestellte Wärmepumpen echte Raumwunder – sie benötigen maximal 1.800 x 850 mm Aufstellfläche, vergleichbar mit dem Platz für Waschmaschine und Trockner.

Luftführung: Mit oder ohne Luftkanal

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Innenaufstellung werden zwei separate Luftkanäle benötigt:

  1. Ein Zuluftkanal für die Ansaugung der Aussenluft
  2. Ein Abluftkanal für die Ableitung der abgekühlten Luft

Die Dimensionierung dieser Kanäle hängt direkt von der Leistung der Wärmepumpe ab. Für Einfamilienhäuser kann der Luftstrom bis zu 7000 m³ pro Stunde betragen. Deshalb werden Mindestinnenquerschnitte von 50 x 50 cm bis 80 x 80 cm empfohlen.

Besonders wichtig: Die beiden Luftkanäle dürfen nicht zu nah beieinander liegen, sonst entsteht ein thermischer Kurzschluss – die abgekühlte Abluft wird direkt wieder angesaugt, was die Effizienz stark beeinträchtigt. Idealerweise werden die Wanddurchbrüche an unterschiedlichen Hausseiten platziert oder mit mindestens 2-3 Metern Abstand zueinander.

Wärmepumpe Innenaufstellung ohne Luftkanal: Wann sinnvoll?

Eine Luftwärmepumpe nutzt grundsätzlich die Aussenluft als Wärmequelle und benötigt daher für eine Innenaufstellung zwingend einen Luftkanal. Ohne diesen kann kein Luftaustausch stattfinden, was zu erheblichen Funktionsproblemen führt. Kurz gesagt: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Luftkanal ist bei Innenaufstellung nicht sinnvoll möglich.

Im Gegensatz dazu können andere Wärmepumpentypen wie Sole-Wasser-Wärmepumpen ohne Luftkanäle betrieben werden, da sie ihre Energie aus dem Erdreich beziehen.

Integration in bestehende Heizsysteme

Die Einbindung einer innenaufgestellten Wärmepumpe in ein vorhandenes Heizsystem erfordert eine gründliche Planung. Zunächst müssen die nötigen Anschlüsse berücksichtigt werden:

  • Dreiphasiger Stromanschluss mit 400 Volt
  • Heizungsvorlauf und -rücklauf
  • Kondenswasserableitung (nicht zu unterschätzen: täglich können mehrere Liter anfallen)

Besonders bei älteren Gebäuden mit klassischen Heizkörpern gibt es eine Herausforderung: Diese benötigen oft höhere Vorlauftemperaturen. Hier bieten sich Hochtemperatur-Wärmepumpen an, die Vorlauftemperaturen über 70°C erreichen können. Ausserdem sind eventuell Anpassungen an Heizkörpern oder Rohrleitungen erforderlich.

Die Integration wird vor allem dann einfach, wenn ein Ölheizsystem ersetzt werden soll. Der frei werdende Heizungskeller bietet oft ausreichend Platz, und innenaufgestellte Wärmepumpen sind kompakter als Ölheizungen. Mehr Informationen unter: https://www.haus.de/smart-home/hochtemperatur-waermepumpe-fuer-altbau-38637

Schallschutz bei innenaufgestellten Wärmepumpen

Die Lautstärke einer Wärmepumpe gehört zu den wichtigsten Faktoren bei der Innenaufstellung. Obwohl moderne Geräte deutlich leiser arbeiten als frühere Modelle, ist eine sorgfältige Planung des Schallschutzes unerlässlich für den Wohnkomfort.

Schallleistungspegel bei 2 °C Aussentemperatur

Neu müssen die Schallleistungspegel von Wärmepumpen bei einer Aussentemperatur von 2 °C bestimmt werden. Diese Regelung stellt sicher, dass die Lärmwerte unter realistischen Betriebsbedingungen ermittelt werden. Die Hersteller sind verpflichtet, diese Angaben bis zum 1. November 2024 bereitzustellen. Bis dahin dürfen vorhandene Schallangaben verwendet werden, allerdings basieren zukünftige Lärmschutznachweise auf den präziseren Messungen.

Luftkanäle und deren Schalldämmung

Bei innenaufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die fachgerechte Ausführung der Luftkanäle entscheidend für den Schallschutz. Folgende Punkte müssen beachtet werden:

  • Die Luftgeschwindigkeit sollte unter 4 m/s bleiben, um Strömungsgeräusche zu minimieren
  • Zwischenräume zwischen Mauerwerk und Kanälen müssen sorgfältig isoliert werden
  • Die Wärmepumpe sollte vom Baukörper entkoppelt werden, um Schwingungsübertragungen zu verhindern
  • Im Abtaubetrieb entstehende Zisch- und Pfeifgeräusche erfordern zusätzliche Dämmmassnahmen

Besonders problematisch sind Schallemissionen über Lichtschächte und zu kleine oder ungünstig geführte Luftkanäle, die nicht nur den Schallpegel erhöhen, sondern zusätzlich die Anlageneffizienz verringern.

Vergleich: Wärmepumpe vs. Haushaltsgeräte (dB-Werte)

Die durchschnittliche Lautstärke einer innenaufgestellten Luftwärmepumpe liegt zwischen 48 und 57 dB(A). Zum Vergleich: Eine normale Gesprächslautstärke entspricht etwa diesem Bereich. Moderne innenaufgestellte Anlagen sind häufig nicht lauter als ein Kühlschrank. Bei einer Aussenaufstellung beträgt der Schallpegel hingegen etwa 56 bis 63 dB(A).

Einige besonders leise Modelle erreichen sogar Werte deutlich unter 48 dB(A) und sind damit kaum wahrnehmbar. Dies ist insbesondere im Nachtbetrieb wichtig, wenn die meisten Wärmepumpen mit reduzierter Lüfterdrehzahl noch leiser arbeiten.

Lärmschutznachweis nach Cercle Bruit

In der Schweiz ist für jede Luft-Wasser-Wärmepumpe ein Lärmschutznachweis nach den Vorgaben des Cercle Bruit (Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute) erforderlich. Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) stellt dafür auf ihrer Homepage ein anerkanntes Berechnungstool zur Verfügung.

Der Beurteilungspegel Lr wird nach folgender Formel berechnet: Lr = Leq + K1 + K2 + K3 + 10*log(t / t0)

Die von der Anlage erzeugten Lärmimmissionen dürfen die Planungswerte gemäss Anhang 6 LSV nicht überschreiten. Dieser Nachweis muss bei jeder Baugesuchstellung eingereicht werden.

Wärmepumpe Abstand zum Nachbarn in der Schweiz

In der Schweiz gelten klare Vorschriften zum Mindestabstand von Wärmepumpen zu Nachbargrundstücken. Grundsätzlich wird ein Abstand von mindestens 4 Metern empfohlen, um Konflikte zu vermeiden. Die konkreten Anforderungen variieren jedoch je nach Kanton und Gemeinde.

Die Lärmgrenzwerte richten sich nach der Lärmschutzverordnung (LSV) und sind nach Gebietstyp gestaffelt:

  • In Wohngebieten liegt der zulässige Geräuschpegel tagsüber bei maximal 55 Dezibel und nachts bei 45 dB
  • Für Industriegebiete gelten höhere Grenzwerte von 65 dB tagsüber und 55 dB nachts

Darüber hinaus muss in den meisten Schweizer Kantonen eine Schallschutzberechnung obligatorisch erfolgen. Der Kanton Zürich hat allerdings eigene Lärmschutznachweise entwickelt: LN-1a für einfache und LN-1b für komplexere Fälle.

Energieeffizienz und Umweltaspekte

Die Effizienz einer innenaufgestellten Wärmepumpe lässt sich anhand verschiedener Kennzahlen messen und bewerten. Neben der technischen Einrichtung spielen ökologische Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entscheidung für dieses Heizsystem.

COP-Werte und Jahresarbeitszahl bei Innenaufstellung

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der wichtigste Indikator für die Effizienz einer Wärmepumpe. Eine JAZ von 4,0 bedeutet, dass die Anlage aus 1 kWh Strom mehr als 4 kWh Wärme erzeugt. Bei innenaufgestellten Wärmepumpen variieren die JAZ-Werte je nach Wärmequelle erheblich:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen: 2,5 bis 3,0
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdkollektoren: 3,5 bis 4,0
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonde: 4,0 bis 4,5
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen: bis zu 5,0

Im Gegensatz zur JAZ wird der COP-Wert (Coefficient of Performance) unter Laborbedingungen für einen bestimmten Betriebspunkt ermittelt. Er beschreibt das Verhältnis von Wärmeabgabe zu Stromaufnahme. Allerdings sagt nur die JAZ etwas über die tatsächliche Effizienz aus, da sie auf realen Messwerten basiert.

Kältemittel R290: Umweltfreundlich und effizient

Propan (R290) etabliert sich zunehmend als nachhaltiges Kältemittel in modernen Wärmepumpen. Mit einem Global Warming Potential (GWP) von nur 3 ist es nahezu klimaneutral im Vergleich zu synthetischen Alternativen. Zudem bietet R290 hervorragende thermodynamische Eigenschaften, die für eine hohe Effizienz sorgen.

Besonders vorteilhaft: R290-Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C, selbst bei Aussentemperaturen von minus 15 °C. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Bestandsgebäude mit vorhandenen Heizkörpern.

Kombination mit Photovoltaik und Pufferspeicher

Die Verbindung von Wärmepumpe und Photovoltaikanlage bietet mehrere Vorteile:

  • Zwischen 30-50% des Wärmepumpenstroms lassen sich mit eigenem Solarstrom decken
  • Der Eigenverbrauch des PV-Stroms wird maximiert
  • Die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz steigt

Ein intelligentes Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass überschüssiger Solarstrom thermisch gespeichert wird – etwa in einem Pufferspeicher. Dies ist besonders effizient, da gut gedämmte Pufferspeicher weniger Verluste aufweisen als Batterien.

Wärmepumpe Luft-Wasser Innenaufstellung im Altbau

Entgegen früherer Annahmen funktionieren Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden zuverlässig. Das Fraunhofer Institut bestätigte dies in einer Studie, bei der Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand JAZ-Werte von 2,5 bis 3,8 erreichten.

Allerdings benötigen Altbauten aufgrund ihres höheren Wärmebedarfs meist Wärmepumpen mit höheren Vorlauftemperaturen. Hier kommen R290-Hochtemperatur-Wärmepumpen zum Einsatz, die mit Vorlauftemperaturen über 70 °C auch mit klassischen Heizkörpern effizient arbeiten.

Bei der Innenaufstellung im Altbau ist eine sorgfältige Planung der Luftführung besonders wichtig. Die Kanäle müssen korrekt dimensioniert sein, um die Effizienz nicht zu beeinträchtigen.

Förderprogramme und rechtliche Rahmenbedingungen

Finanzielle Unterstützung und gesetzliche Vorgaben spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung für eine innenaufgestellte Wärmepumpe. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stellen sicher, dass die Installation den Umwelt- und Lärmschutzanforderungen entspricht.

Förderbeiträge von Bund, Kanton und Gemeinden

Die Energiestrategie 2050 der Schweiz unterstützt den Einbau von Wärmepumpen durch attraktive Förderprogramme. Das Gebäudeprogramm wird durch einen Teil der CO2-Abgaben auf fossilen Brennstoffen finanziert und von den Kantonen verwaltet. Jeder Kanton legt dabei individuelle Förderkriterien fest.

Die Förderbeträge variieren erheblich nach Region:

  • Kanton Aargau: Ab CHF 3’000 für Luft-Wasser-Wärmepumpen und ab CHF 6’000 für Sole-Wasser-Wärmepumpen
  • Kanton Basel-Stadt: Bis zu CHF 8’000 plus CHF 250 pro kWth für Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wichtig: Die Zusage für Fördergelder muss vor Beginn der Bauarbeiten vorliegen. Neben kantonalen Programmen bieten auch Gemeinden, Energieversorger und Banken zusätzliche Fördermöglichkeiten an.

LSV-Anforderungen für Innenaufstellung

Die Lärmschutzverordnung (LSV) verlangt, dass die Lärmemissionen einer neuen Wärmepumpe so begrenzt werden, dass die Planungswerte nicht überschritten werden. Die Beurteilung erfolgt nach Anhang 6 LSV (Industrie- und Gewerbelärm).

Bei innenaufgestellten Wärmepumpen müssen zudem die Lärminmissionen in den Wohnungen nach der Norm SIA 181 Schallschutz im Hochbau beurteilt werden. Seit dem 1. November 2023 wurden die LSV-Anforderungen für Luft/Wasser-Wärmepumpen konkretisiert.

Wirtschaftlichkeitsgrenze: 1 % Investition für 3 dB Reduktion

Am 29. September 2023 hat der Bundesrat wichtige Änderungen an der Lärmschutzverordnung beschlossen. Demnach gilt bei Luft/Wasser-Wärmepumpen: Weitergehende Emissionsbegrenzungen sind nur erforderlich, wenn mit höchstens 1 Prozent der Investitionskosten eine Lärmreduktion von mindestens 3 dB erzielt werden kann.

Diese Wirtschaftlichkeitsgrenze konkretisiert das Vorsorgeprinzip gemäss Art. 11 Abs. 2 USG. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lärmschutzmassnahmen und Investitionskosten.

Baubewilligungsverfahren und Lärmschutznachweis

Das Aufstellen einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist baubewilligungspflichtig – unabhängig davon, ob die Anlage innen oder aussen aufgestellt wird. Der Cercle Bruit (Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute) stellt eine Web-Applikation für den obligatorischen Lärmschutznachweis bereit.

Im Lärmschutznachweis wird dokumentiert, dass:

  1. Das Vorsorgeprinzip berücksichtigt wurde
  2. Die Planungswerte eingehalten werden
  3. Weitere emissionsreduzierende Massnahmen geprüft wurden

Allerdings kann die Überprüfung der Lärmbelastung auch durch Befugte zur Privaten Kontrolle durchgeführt werden – in einfachen Fällen durch Fachleute aus dem Bereich Heizungsanlagen, bei komplexeren Situationen durch Lärmschutzexperten.

Schlussfolgerung

Wärmepumpen mit Innenaufstellung stellen eine überzeugende Alternative zu aussenaufgestellten Modellen dar. Besonders die deutlich niedrigeren Schallwerte zwischen 48 und 57 dB(A) – vergleichbar mit einem Kühlschrank – machen sie für Wohngebiete attraktiv. Zusätzlich überzeugt der geringe Platzbedarf von maximal 1,8 x 0,85 Metern, wodurch diese Anlagen selbst in kompakteren Räumen Platz finden.

Allerdings müssen wir bei der Planung einer Innenaufstellung verschiedene technische Aspekte berücksichtigen. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, während die Luftkanäle korrekt dimensioniert und positioniert werden müssen, um einen thermischen Kurzschluss zu vermeiden. Gerade die Luftführung spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz des Systems.

Die Energieeffizienz lässt sich anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ) bewerten. Dabei erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen Werte von 2,5 bis 3,0, während Sole-Wasser-Systeme mit Erdsonden sogar JAZ-Werte bis 4,5 erzielen können. Das umweltfreundliche Kältemittel R290 gewinnt zudem an Bedeutung, da es mit einem GWP von nur 3 nahezu klimaneutral ist und gleichzeitig hohe Vorlauftemperaturen ermöglicht.

Schallschutzmassnahmen verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit, damit die Wohnqualität nicht beeinträchtigt wird. Die fachgerechte Ausführung der Luftkanäle und die Entkopplung vom Baukörper minimieren Geräuschemissionen. Ebenso wichtig erscheinen die rechtlichen Rahmenbedingungen – etwa der Lärmschutznachweis nach Cercle Bruit in der Schweiz und die Einhaltung der Planungswerte gemäss Lärmschutzverordnung.

Die Kombination einer Wärmepumpe mit Photovoltaik und Pufferspeicher erhöht zweifellos die Gesamteffizienz und steigert die Unabhängigkeit vom Stromnetz. Förderprogramme von Bund, Kantonen und Gemeinden machen den Umstieg auf diese umweltfreundliche Technologie zusätzlich attraktiv – vorausgesetzt, die Zusage erfolgt vor Baubeginn.

Letztendlich bietet die Innenaufstellung einer Wärmepumpe zahlreiche Vorteile, erfordert jedoch eine sorgfältige Planung. Der Fachbetrieb sollte daher frühzeitig eingebunden werden, um alle baulichen, technischen und rechtlichen Anforderungen optimal umzusetzen und so ein effizientes, leises und umweltfreundliches Heizsystem zu gewährleisten.

FAQs

Q1. Wie laut ist eine innenaufgestellte Wärmepumpe im Vergleich zu Haushaltsgeräten? Eine innenaufgestellte Wärmepumpe erreicht typischerweise einen Schallpegel zwischen 48 und 57 dB(A). Dies ist vergleichbar mit der Lautstärke eines Kühlschranks und deutlich leiser als viele andere Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Staubsauger.

Q2. Welche Vorteile bietet die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage? Die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik ermöglicht es, 30-50% des Wärmepumpenstroms mit eigenem Solarstrom zu decken. Dies maximiert den Eigenverbrauch des PV-Stroms, erhöht die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und verbessert die Gesamteffizienz des Systems.

Q3. Ist eine Wärmepumpe für Altbauten geeignet? Ja, Wärmepumpen können auch in Altbauten effizient eingesetzt werden. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen, insbesondere solche mit dem Kältemittel R290, erreichen Vorlauftemperaturen von über 70°C und sind damit auch für Gebäude mit klassischen Heizkörpern geeignet.

Q4. Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Installation einer Wärmepumpe in der Schweiz? In der Schweiz gibt es verschiedene Förderprogramme auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Die Förderbeiträge variieren je nach Region, können aber mehrere tausend Franken betragen. Wichtig ist, dass die Zusage für Fördergelder vor Beginn der Bauarbeiten vorliegen muss.

Q5. Welche rechtlichen Anforderungen müssen bei der Installation einer innenaufgestellten Wärmepumpe beachtet werden? Die Installation einer Wärmepumpe ist baubewilligungspflichtig. Es muss ein Lärmschutznachweis erbracht werden, der die Einhaltung der Planungswerte gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) bestätigt. Zudem müssen die Lärminmissionen in den Wohnungen nach der Norm SIA 181 beurteilt werden.